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Bestimmung der logischen Informationsgrenze

Unsere Materie entsteht aus dem Nichts. Eine Entstehung aus dem Nichts ist ein extremes Paradox. Es stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage Denken und Logik beruhen, wenn dies zu der Schlussfolgerung führt, dass wir aus dem paradoxen Nichts entstanden sind.

Vor Kopernikus gab es keine logisch kausale Entwicklung und Entstehung der Erde. Mit dem Vorstellungsmodell der Erde als Zentrum war die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung der Erde nur göttlich erklärbar. Die Erde konnte nur aus dem „göttlichen Nichts“ entstehen. Durch Kopernikus Modell mit der Sonne als Zentrum ergab sich in Folgeüberlegungen eine logisch kausale Entwicklungsrichtung und Entstehung der Erde. Wir haben mit Kopernikus das einzige Beispiel für die Umwandlung eines Vorstellungsmodells mit einer unlogisch akausalen Entwicklung - zu einem Vorstellungsmodell mit einer logisch kausalen Entwicklung und einer Entstehung aus etwas.

 

Bei unserem Vorstellungsmodell des Universums kommen wir inzwischen erneut zu der Schlussfolgerung, dass die Materie aus dem „Nichts“ entsteht und die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung logisch unerklärlich ist. Eine nicht umkehrbare zeitliche Entwicklung ist ein wesentlicher Teil für die Wahrnehmung unserer Wirklichkeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lassen sich unterscheiden. Uns ist selten bewusst, dass es für diese Unterscheidung keine logische Erklärung gibt. Es gibt in der Logik und in der Physik keine denkbare Ursache für diese Wahrnehmung. Dieser Bereich unserer Wirklichkeit ist vollkommen ungeklärt. Bei der Ur-terie Theorie geht es um die Frage:

 

 Warum gibt es keine denkbare Ursache der Zeit?

Vorwort    Wir gehen oft davon aus - dass alles Wirkliche auch denkbar ist - und die mathematische Beweisführung die Wirklichkeit abbildet.
                  Die Historie zeigt auf, dass dies leider nicht so ist.

Vorwort PDF

Anmerkung: Für jeden Hinweis "für schwer verständliches" bin ich dankbar. Die vereinfachte Fassung der Ur-terie Theorie verändert sich deshalb ständig in der einfacheren Darstellung der Aspekte, aber nicht in der Aussage. Das Phänomen der Zeit ist bisher ungelöst und schwer verständlich. Es ist deshalb sinnvoll erst das Vorwort zu lesen. Die Original Fassung bleibt unverändert - und schwerer verständlich.

 

PDF Download: Ur-terie Theorie, vereinfachte Fassung PDF

  Einleitung

1 Grenzen der ursächlichen Logik - der Raummodelle vor und nach Kopernikus

2 Kausalität, logisch kausales System und Grenzen der logischen Informationen durch das System

3 Grenzen der ursächlichen Logik vom aktuellen Raummodell

4 Fazit

5 Postulierte Folgerungen

6 Postulierter Ausblick, mögliches Modell

 Gesamte vereinfachte Fassung :  Ur-terie Theorie, vereinfachte Fassung

 

Oft wird davon ausgegangen, dass der Zeitbegriff durch Einstein vollständig geklärt ist. Einstein war sich bewusst, dass sich durch sein Modell einzelne Abschnitte der Zeit, bestimmen, messen und berechnen lassen aber nicht das Gesamt-Phänomen der Zeit selbst. Die Unterscheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bleibt ein ungeklärtes Phänomen. Einstein erkannte, dass es eine Ursache der Zeit nicht gibt. Die Zeit bleibt eine subjektive, nicht ursächlich erklärbare, Empfindung. Sein berühmter Satz - Zeit ist das was die Uhr anzeigt – war deshalb ernst gemeint. Aus Einsteins Gespräch mit Carnap:    
- Einstein sagte, das Problem des Jetzt beunruhigte ihn ernstlich. Das Erleben des Jetzt bedeute etwas Besonderes für den Menschen. Etwas prinzipiell Anderes als Vergangenheit und Zukunft, doch dieser wichtige Unterschied werde in der Physik nicht erfasst und könnte auch nicht erfasst werden. Dass dieses erleben der Wissenschaft verschlossen bleiben muss, erschien ihm als zwar schmerzlicher, aber unvermeidlicher Verzicht. - *1

Wir gehen oft davon aus,
- dass alles Wirkliche auch denkbar ist - und die mathematische Beweisführung die Wirklichkeit abbildet.
Die Historie zeigt auf, dass dies leider nicht so ist.

Mit der Raumvorstellung, dass die Erde flach ist konnte alles nur nach unter fallen. Und umgekehrt, mit der geglaubten Gravitation, dass alles nach unten fällt musste die Erde eine flache Scheibe sein. Es bildete sich ein logischer Zirkelschluss. Das Denkbare war eingeschränkt. Die Grenzen dieses Denkmodells wurden durch Paradoxien aufgezeigt. Eine Erdkugel war unlogisch. Auf der anderen Seite würde alles von der Kugel fallen. Mit der Feststellung, dass die Erde eine Kugel ist, änderte sich das gesamte Denkmodell der Wirklichkeit. Die Raummodelle bildeten eine logische entweder–oder Funktion. Die Annahme einer These schloss die andere logisch und mathematisch aus. Alle Vorstellungen der geglaubten Gravitationsrichtung wurden ungültig. Jeder logische Gedanke benötigt eine Ausgangsbasis. Es ist nur alles Wirkliche denkbar, wenn auch die Ausgangsbasis des Denkens der Wirklichkeit entspricht.

 

Im Mittelalter war bekannt, dass die Erde eine Kugel ist. Wir gehen oft davon aus, dass die mittelalterliche Vorstellung, dass alles um die Erde kreiste ein theologischer Glaube war. Dies ist ein falscher Mythos. Es gab vor Kopernikus noch keinen Anlass, dass die Theologie sich mit der Thematik beschäftigte. Es gab dazu kein Bibeltext und keine theologischen Vorgabe. Es war (noch) nicht „theologisch verboten“ darüber nachzudenken, ob die Erde oder die Sonne das Zentrum bildete. Die theologische Festlegung, einer zentralen Erde, erfolgte erst 90 Jahre nach der Veröffentlichung von Kopernikus Werk.

 

Bei einer Erdkugel musste die Anziehungskraft vom Mittelpunkt der Erde ausgehen. Auch mit dieser geglaubten Richtung war das Denkmodell eingeschränkt. Alle Kräfte gingen nur von der Erde aus. Es konnte nur alles um die Erde kreisen. Und umgekehrt, wenn alles um die Erde kreist, konnten alle Kräfte nur von der Erde ausgehen. Das Raummodell wurde ausschließlich von der monopolaren, nur inneren, Wirkung der Erde bestimmt. Vor Kopernikus gab es den Begriff des selbständigen Raumes nicht. Ein von der Erde unabhängiger, absoluter, Raum war unbekannt. Die Planeten umkreisten die Erde innerhalb des Erdmodells. Mit einer zentralen Erde gab es keine logische Ursache außerhalb der Erde. Die Erde war ursächlich allein-bestimmend. Der „einfache“ Begriff „Außerhalb der Erde“ existierte damals logisch kausal nicht. Ein äußerer Bezugspunkt war unlogisch.

 

Kopernikus postulierte einen äußeren Bezugspunkt. Sein Raummodell erlaubte und erforderte eine gegenseitige Wirkung der Gravitationskraft. Alle Vorstellungen der geglaubten Gravitationsrichtung wurden ungültig. Die Raummodelle bildeten eine logische entweder–oder Funktion, eine Kontravalenz. Die Annahme einer These schloss die andere logisch und mathematisch aus. Es änderte sich das gesamte Denkmodell der Wirklichkeit. Kopernikus Raummodell änderte das bestehende logisch mathematische Denkmodell. Er verstieß mit seinem Postulat gegen das damalige logische Denkmodell und nicht gegen ein theologisches Denkmodell. Es gab noch kein theologisches Modell. Auch heute würden wir eine These, bei der das mathematische Modell und alle Erklärungen ungültig werden, nicht als bewiesene Wirklichkeit bewerten. Die kopernikanische Wende, der denkbaren Wirklichkeit, wurde durch das damalige logische Denkmodell behindert.

 

Das Modell von Kopernikus ist erst aus heutiger, nachträglicher, Sicht das mathematisch bessere und bewiesene. Damals war es das nicht. Die Mathematik ist „unvoreingenommen neutral“. Sie folgt der Logik und bildet kein eigenes logisches Modell. Wir neigen wegen dieser Neutralität dazu, eine mathematische Beweisführung als Wirklichkeit zu werten. Das galt auch schon damals. Die ausschließliche, zentrale, innere Wirkungsrichtung der Erde galt damals als mathematisch besser erwiesen. Es gab keinen Grund dafür das mathematisch bewiesene Vorstellungsmodell, der Wirklichkeit, durch das (noch) unbewiesene Postulat von Kopernikus zu ersetzen.

 

Die Mathematik folgt der Logik und bildet kein eigenes logisches Modell. Wir beachten kaum, dass dies im Umkehrschluss bedeutet, dass die Mathematik das bestehende logische Modell nur mathematisch beschreibt. Eine logische Paradoxie lässt sich nicht mathematisch auflösen. Die Grenzen eines logischen Modells können von der Mathematik nur als Singularität aufgezeigt, aber nicht überwunden werden. Die Ausgangsbasis eines logischen Modells kann durch die Mathematik nicht verändert werden. Jede neue Ausgangsbasis eines logischen Modells ändert die Ausgangsbasis für alle Folgeüberlegungen der logischen Kette und führt zu einer entweder/oder Funktion des Gesamten. Das gesamte logisch/mathematische Modell wird dann ungültig. Was damals, durch Kopernikus Postulat, der Fall war.

 

Geglaubte Gravitationsrichtung, Raumvorstellung und logisch mathematisches Denkmodell sind voneinander abhängig und bestimmen sich gegenseitig. Alle Faktoren entwickeln sich ständig nur zusammen weiter. Die Veränderung eines Faktors verändert alle Faktoren. Alles wird dann ungültig. Es lässt sich kein einzelner Faktor ändern. Es lassen sich nur alle Faktoren zusammen ändern. Die Grenzen eines Denkmodell werden durch logische Paradoxien und mathematische Singularitäten aufgezeigt.

 

Ich bekomme viele Rückmeldungen, dass die Gravitation doch klar und offensichtlich eine Anziehung ist. Ein Druck ist doch was anderes und die Wirkung müsste dann doch anders sein. Auch damals wurde, gegen Kopernikus, argumentiert: Es ist doch offensichtlich und mathematisch bewiesen, dass alles um die Erde kreist. Wenn alles um die Sonne kreist - müsste doch alles anders sein und die bewiesenen mathematischen Verhältnisse könnten nicht mehr stimmen. Durch Kopernikus änderte sich aber nur die logische Perspektive für die denkbare Ursache. Die mathematischen Verhältnisse änderten sich nicht. Zum besseren Verständnis diese Analogie:
--- Wir empfinden Wind als äußeren Druck. Für einen Gegenstand in einem Windkanal ist es egal, ob die Luft von einer Seite angesaugt oder von der anderen Seite gepustet wird, die Wirkung bleibt gleich. Wenn die Ursache des Wirkungsmechanismus nicht bekannt ist, ist beides möglich. Für den Gegenstand ändert sich nichts. Ob die Luft von einer Seite von innen angesaugt wird, oder von der anderen Seite ausgeblasen wird und drückt, ist eine Empfindung der Perspektive. Physikalisch ist ein logischer Perspektivenwechsel irrelevant. An den Beobachtungen, mathematischen Verhältnissen und am Prozess/Ereignis ändert sich nichts. Es ändert sich nur die denkbare Ursache. ---

 

Auch unser derzeitiges Denkmodell der Wirklichkeit beruht auf einer geglaubten Gravitationsrichtung, einer perspektivischen Empfindung. Es gibt, auch bei Einsteins Modell, keine Ursache der Gravitation. Wir glauben, dass die Gravitation eine monopolare, nur innere, Anziehung der Materie ist. Dass Problem ist, dass es mit diesem Glauben auch kein außerhalb der Materie geben darf. Jede Wirkung von „außerhalb der Materie“ auf die Materie zerstört die Ausgangsbasis, die nur innere Anziehung. Die logische Ausgangsbasis der inneren Anziehung lässt keine logische Information über eine Ursache außerhalb der Materie zu. Die Anziehung wäre keine Anziehung mehr und unser Denkmodell der Wirklichkeit wäre nicht mehr vorhanden. Mit der Interpretation der Gravitation als Anziehung haben wir die logisch ursächliche Grenze auf innerhalb der Materie festgelegt. Die Materie wird ursächlich allein-bestimmend. Der „einfache“ Begriff „Außerhalb der Materie“ existiert logisch kausal nicht. Die Materie muss sich aus sich selbst heraus weiterentwickeln und darf ursächlich nur aus dem paradoxen singulären „Nichts“ entstehen. Die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung kann und darf bei einem Anziehungsmodell nur eine subjektive akausale Empfindung sein.

 

Eine unumkehrbare Zeit bleibt eine subjektive Wahrnehmung und ein nicht definierbares Phänomen. Dies Phänomen ist, auch durch Einstein, nicht geklärt. Im Gegenteil: Einstein erkannte, dass es nichts gibt was die Materie, als Gesamtes, in eine vorgegebene zeitliche Entwicklungsrichtung vorantreibt. Er erkannte, dass die Unterscheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in unserem Denkmodell nur subjektiv existiert und logisch physikalisch nicht erfasst werden kann. Er bewies mathematisch, dass die Zeit in unserem logischen Modell nur akausal (ohne Ursache) vorhanden ist. Auch Einstein Modell kann nicht erklären warum die Zeit nur eine Richtung hat. Eine unumkehrbare Zeit ist eine Basisempfindung unserer Wirklichkeit. Für diese Wirklichkeit gibt es keine denkbare Ursache und kein logisch mathematisches Denkmodell. Es ist dringend erforderlich das Phänomen der Zeit vollständig zu definieren und ein Denkmodel zu entwerfen.

 

Die geglaubte Gravitationsrichtung führte historisch immer zu einer entweder-oder Funktion des gesamten logisch/mathematischen Modells. Bei einem logischen Anziehungsmodell darf das Raummodell und das Universum nur aus dem Eigenschaftsbereich der Materie bestehen. Das logische Anziehungsmodell wäre sonst zerstört. Mit der Annahme, dass die Anziehung die Wirklichkeit des Universums abbildet, darf es nur die Gesamt-Menge der Materie im Universum geben. Die logischen Erkenntnisse dürfen die Eigenschaftsgrenze der Materie dann nicht überschreiten. Die Mathematik folgt der Logik und kann nur das logische Modell beweisen oder Singularitäten aufzeigen. Der logische und der mathematische Bezugspunkt darf sich nur innerhalb der Menge der Materie-Eigenschaften befinden. Dieser Bezugspunkt, für das Gesamte, muss keiner/gleich Lichtgeschwindigkeit sein.

 

Bei einem Anziehungsmodell darf nichts den Eigenschaftsbereich der eigenen Substanz überschreiten. Keine logische Ursache darf schneller sein als Lichtgeschwindigkeit. Dies wird von unserer Sensorik bestätigt, wir beobachten nichts schnelleres. Wir werten diese Bestätigung als Beweis für die Anziehung. Dies ist aber nur eine scheinbare Bestätigung. Die Lichtgeschwindigkeit ist die gesicherte Grenzeigenschaft der Materie. Auch eine Sensorik kann den Eigenschaftsbereich der eigenen Substanz nicht überschreiten. Unsere eigene Substanz gibt vor, dass wir nur maximal Lichtgeschwindigkeit sensorisch erfassen/wahrnehmen können. Die Sensorik erfasst nur (Aus-)Wirkungen und keine Ursachen. Es lässt sich sensorisch wahrnehmen, dass es wärmer wird ohne den Ofen, als Ursache dafür, zu kennen/zu erfassen. Die Ursache einer sensorisch wahrgenommenen Aus-Wirkung muss sich nicht im Eigenschaftsbereich der eigenen Substanz befinden. Dies gilt auch für die Gravitationswirkung.

 

Die sensorische Beweisführung für die Anziehung ist unzulässig. Es gibt keine Sensorik für Ursachen. Ursachen werden immer logisch zugeordnet. Dass keine Ursache schneller als Lichtgeschwindigkeit sein darf ist sensorisch nur für die inneren Wirkungen der Materie sichergestellt, aber nicht für das Universum und nicht für Aus-Wirkungen auf die Materie. Mit der Interpretation der Ausgangs-Basiskraft Gravitation als Anziehungskraft beschränken wir auch die logischen Erkenntnisse auf den Eigenschaftsbereich der eigenen Substanz. Alle Ursachen müssen zwingend innerhalb des sensorischen Wahrnehmungsbereiches der Lichtgeschwindigkeit bleiben. Es bildet sich einen logisch selbst-beweisender Zirkelschluss. Die Materie wird, mit der Ursache Anziehung, allein-bestimmend. Unsere wahrnehmbare baryonische Materie bildet weniger als 5% des Universums ab. Es ist unwahrscheinlich, dass der kleinste Teil des Universums die Ausgangs-Basiskraft Gravitation bestimmt nur weil wir das aus unserer Perspektive so empfinden. Wir wissen inzwischen, dass die „dunkle Energie“ als größter Teil des Universums ausdehnende, drückende, abstoßende Eigenschaften hat - und weder sensorisch wahrnehmbar noch logisch erklärbar ist.                 

 

Ein Zirkelschluss ist definiert mit: Eine Argumentation wird dann zirkular (selbstbeweisend), wenn jemand die These (Ursache) von dem, was er in seiner Argumentation begründen will, bereits voraussetzt. In der Logik muss „Etwas“ ohne Ursache deshalb ergebnisoffen analysiert werden sonst besteht die Gefahr eines logischen Zirkelschlusses. Die möglichen Ursachen müssen gleichwertig behandelt werden. Bei der Gravitation tun wir dies nicht. Wir suchen nur für die vorgegebene Ursache Anziehung die unbekannte Ursache der Anziehung.

 

Bei einem Anziehungsmodell lässt sich für Gravitationskraft, Entstehung, Zeit, Raum und dunkle Energie keine Ursache zuordnen. Alles bleibt logisch kausal unerklärlich, für alles gibt es nur akausale Erklärungskonstrukte. Auch Einsteins Modell ist, ohne Ursache, ein akausales Erklärungsmodell. Eine monopolare, nur innere, Anziehungswirkung der Materie - ist eine akausale, logisch unbegründete, subjektive Empfindung einer einseitigen inneren Perspektive. Nicht anders als damals, vor Kopernikus, die monopolare, nur innere, Erdwirkung. Auch damals galten die bewiesenen mathematischen Verhältnisse als Beweis der Wirklichkeit. Es gab es für alles, akausale, Erklärungskonstrukte. Der Unterschied ist nur, dass wir den Begriff „göttlich“ durch den Begriff mathematische "Singularität" ersetzt haben. Damals wurde die logisch mathematische Informationsgrenze mit „ab da an nur göttlich erklärbar“ beschrieben. Es haben sich nur die Begriffe geändert aber nicht deren Bedeutung. Beide Begriffe beschreiben nur die Grenze der logisch ursächlichen Erklärbarkeit. Statt aus dem göttlichen „Nichts“ entsteht und entwickelt sich nun alles aus dem mathematisch bewiesenen singulären „Nichts“.

 

Durch Einstein haben wir ein hervorragendes Mess- und Rechenmodell für Raum, Zeit und Gravitation. Seine Formeln bestimmen die mathematischen Verhältnisse von Raum, Zeit und Gravitation. Diese mathematischen Verhältnisse sind eindeutig bewiesen. Aus seinen Formeln gehen aber keine Ursachen hervor. Die Ursachen von Raum, Zeit und Gravitation bleiben unbekannt. Eine „natürlich" nur in einer Richtung strebende, fließende, unumkehrbare, Zeit bleibt eine ungeklärte subjektive Empfindung. Es gibt keine einfache „natürliche“ Erklärung der Zeit. Gut beschrieben wird der aus Einstein resultierende, gegenwärtige Stand des physikalischen Zeitbegriffes von Brian Greene:
„Die Zeit ist ein kompliziertes Thema und wir sind weit davon entfernt, es ganz zu verstehen. (…) Jedenfalls ist das Empfinden, dass die Zeit fließt, tief in unserer Erfahrung verwurzelt und prägt unser Denken und unsere Sprache. So gründlich, dass wir immer wieder in gewohnheitsmäßige, umgangssprachliche Beschreibungen verfallen, in denen die Zeit als fließend dargestellt wird. Doch hüten Sie sich, die Sprache mit der Wirklichkeit zu verwechseln, denn die menschliche Sprache eignet sich weitaus besser dazu, menschliche Erfahrung wiederzugeben, als komplizierte physikalische Gesetze zum Ausdruck zu bringen.“ *2

Nur, auch die Ursache der Gravitation ist unbekannt. Diese Beschreibung des gegenwärtige Standes der Physik ist auch gültig - wenn der Begriff Zeit durch den Begriff Gravitation und der Begriff Fließend durch Anziehung ersetzt wird. Bewiesene mathematische Verhältnisse beweisen auch keine Richtungen. Bei einem Wechsel der logischen Perspektive ändert sich nur die denkbare Ursache und die mathematischen Vorzeichen, aber nicht die Verhältnisse. Bei einem Druckmodell ändert sich an den Beobachtungen und mathematischen Verhältnissen innerhalb der Materie – nichts. Es ändert sich „nur wieder mal“ die Raumvorstellung. Es ändern sich „nur“ alle ursächlichen Erklärungen. Alles müsste neu und bipolar gedacht werden. Wie damals, durch Kopernikus Perspektivenwechsel, wäre dies äußerst ärgerlich – aber möglich.

 

Fazit
Die innere Anziehungsrichtung und eine unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung sind „selbstverständliche“ Basis-Thesen unserer Wirklichkeit. Beide Vorstellungen sind akausale Empfindungen, nicht ursächlich begründete Basisannahmen der Wirklichkeit. „Etwas“ ohne Ursache muss in der Logik gleichwertig behandelt werden. Beide These sind gleichwertig.

 

Bei einer angenommenen Anziehung als Wirklichkeit, als Ursache der Gravitation, kann und darf es kein logisch ursächliches/kausales außerhalb der Materie geben. Die Materie muss sich aus sich selbst heraus weiterentwickeln und darf ursächlich nur aus dem paradoxen singulären „Nichts“ entstehen. Die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung kann und darf bei einem Anziehungsmodell nur eine subjektive akausale Empfindung sein.

Bei einer kausalen Entstehung und unumkehrbaren zeitlichen Entwicklungsrichtung als Wirklichkeit, muss es ein kausales Außen geben. Bei einer Wirkung von Außen auf die Materie kann die Gravitation keine Anziehung sein.

 

Die Thesen, innere Anziehungsrichtung und eine unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung schließen sich einander logisch aus. Die Basisthesen der selbstverständlichen Wirklichkeit bilden eine logische entweder–oder Funktion, eine Kontravalenz. Die Annahme einer These schließt die andere logisch und mathematisch aus. Die mathematische Beweisführung kann nur der jeweiligen logischen These folgen. Nur eine von den beiden Basisthesen der Wirklichkeit kann es logisch kausal geben. Anziehungsrichtung oder unumkehrbare Zeitrichtung – eines von Beiden stimmt nicht. Eines von Beiden ist nur eine subjektiv empfundene Richtung.

*1 The Philosophy of Rudolf Carnap, Schilipp (Hg.) 1963, S.37
*2 Brian Greene, Der Stoff aus dem der Kosmos ist: Raum, Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit. Goldmann 2008, Kapitel 2.5, S.169

 

Ur-terie Theorie (Original Fassung)  :                                                          

 
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Für jeden Hinweis "für schwer verständliches" bin ich dankbar. Bitte Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Die durch Einstein bestimmten mathematischen Verhältnisse von Raum, Zeit und Gravitation sind eindeutig bewiesen. Bitte keine Mails die daran zweifeln. Sehr oft wird auch davon ausgegangen, dass die Ursachen von Gravitation und Zeit durch Einstein geklärt sind. Einsteins Formel beschreibt hervorragend den mathematischen Zusammenhang von Raum, Zeit und Gravitation, aber nicht deren Ursache. Die Anziehungskraft ist eine (vorgegebene) Ausgangsbasis von Einsteins Überlegungen. Eine Ursache, worauf diese Kraft beruht und warum die Zeit sich nur in einer Richtung entwickelt, ist in seiner Beschreibung nicht vorhanden und ist bisher ungeklärt. Bitte keine Mails die Einsteins Schlussfolgerungen total vergöttern oder total verneinen. Alle anderen Kommentare und Hinweise werde ich weiterhin gerne beantworten.



 

 

 

 

 

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