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Viele Menschen glauben, dass alles uneingeschränkt denkbar ist. Vorstellbar ist fast alles. Das Vorstellbare ist nicht das Denkbare. Wir können uns subjektiv vorstellen, über den Boden zu schweben. Für diese Vorstellung lässt sich keine Ursache zuordnen. Die Vorstellung kann verworfen werden und wird nicht vertieft weitergedacht. Alles unbegrenzt vertieft zu denken sprengt das Denken. Die Ursache / die Kausalität, ist wichtig, damit das Denken fokussiert und nicht gesprengt wird. Subjektiv Vorstellbares und Denkbares unterscheidet sich durch die Kausalität. Es gibt kein akausales Denkmodell. Denken und Logik müssen ursächlich begründet sein.

 

Wenn wir eine subjektive Vorstellung aufrecht erhalten wollen sind wir darauf angewiesen eine Ursache zu generieren / uns vorzustellen, um diese Vorstellung denkbar zu gestalten. Auch der Glaube benötigt bei eine unbekannten Kraft eine Ursache. Auch der Glaube benötigt eine (angenommene) Ursache als Basis des Denkens. Es entsteht ein geglaubtes Denkmodell. Alles beruht dann auf dieser angenommenen, geglaubten, Ursache. Alle Überlegungen können die geglaubte Ursache nicht widerlegen ohne das gesamte Denkmodell zu zerstören. Eine geglaubte Ursache kann sich bei Folgeüberlegungen grundsätzlich nur selbst beweisen, oder die eigene ursächliche Basis für alle Folgeüberlegungen, das Denkmodell selbst, wird zerstört. Wenn die geglaubte Ursache, die geglaubte ursächliche Ausgangsbasis, eines Vorstellungsmodells nicht stimmt oder nicht beweis- oder widerlegbar ist, entsteht immer ein, sich möglichst lang selbst erhaltendes, komplexes Konstrukt - des Glaubens – um die Ausgangsbasis des Denkmodells aufrecht zu erhalten.

 

Wir gehen oft davon aus, dass sich sich Glauben und Logik klar unterscheiden. Nur - es gibt keine akausale Logik. Etwas ohne vorstellbare Ursache ist nur eine akausale/subjektive Empfindung und noch nicht logisch kausal erfasst/erfassbar. Die Ursache der Gravitation ist unbekannt. Selbstverständlich fallen wir aber auf den Boden. Wir glauben, dass die Anziehung die Ursache dafür ist. Auch unerklärlich Selbstverständliches benötigt eine (angenommene, geglaubte) Ursache. Die Logik bildet ein logisch kausales System. Die Kausalität / Ursächlichkeit ist eine Bedingung des Systems. Die Logik vergleicht und wertet Ursachen. Für Unerklärliches sind wir darauf angewiesen, uns eine mögliche Ursache (vorläufig) vorzustellen um eine ursächliche Erklärung zu finden. Dabei entsteht ein Denkmodell - und die Gefahr des logischen Zirkelschlusses. Eine Argumentation wird dann zirkular (selbstbeweisend), wenn jemand die These (Ursache) von dem, was er in seiner Argumentation begründen will, bereits voraussetzt. Eine angenommene Ursache wird immer auch die ursächliche Basis für Folgeüberlegungen der logischen Kette. Die Widerlegung der angenommenen Basis-Ursache bedeutet immer, dass alle Folgeüberlegungen der (auf dieser Ursache basierenden) logischen Kette ungültig werden. Auch eine (angenommene) logisch ursächliche Basis kann sich bei Folgeüberlegungen grundsätzlich nur selbst beweisen, oder die eigene Basis für alle Folgeüberlegungen wird zerstört. Folgeüberlegungen können und dürfen nie die eigene logische Ausgangsbasis logisch widerlegen. Das gesamte Denkmodel wäre sonst zerstört. Sie können nur durch Widersprüche und Paradoxien die logische Informationsgrenze (die Ungültigkeit) der Ausgangsbasis aufzeigen. Wenn die ursächliche Ausgangsbasis eines Vorstellungsmodells als logische Basis nicht stimmt, wird die Gültigkeit der Kausalität selbst, eingeschränkt - oder alles wird ungültig. Wenn bei Unerklärliches die angenommene ursächliche Ausgangsbasis eines Vorstellungsmodells nicht stimmt, oder nicht beweis- oder widerlegbar ist, entsteht immer ein sich kausal selbst einschränkendes komplexes logisches Konstrukt – um die logische Ausgangsbasis der Folgeüberlegungen aufrecht zu erhalten. Eine angenommene, geglaubte, Ursache bildet bis zur Widerlegung oder Bestätigung der Ursache einen logischen Glauben. Mit der kopernikanische Wende lässt sich aufzeigen, dass auch eine angenommene subjektive Ursache die Ausgangsbasis eines logisch selbst-einschränkenden Denkmodells bildet. Eine angenommene ursächliche Basis lässt sich nicht verändern ohne dass alle Folgeüberlegungen der Basis ungültig werden. Bei unerklärlichen Basiskräften bestimmt die vorläufig angenommene (geglaubte) Kausalität (Ursächlichkeit) des Unerklärlichen auch die logische Ausgangsbasis des Denkmodells und wird ein, die (vorläufige) denkbare Wirklichkeit, bestimmendes Postulat.

 

Die Mathematik folgt der Logik. Die Mathematik bildet nur die logische Basis ab und muss auf der gleichen logischen Basis beruhen. Bei einer unterschiedlichen logischen Basis sind mathematische Erkenntnisse nicht mehr miteinander vereinbar. Auch die Mathematik kann nur Widersprüche und Unvereinbarkeit aufzeigen, aber nicht die logische Basis verändern. Die Mathematik kann nur das logische Denkmodell abbilden, aber kein eigenes logisches Denkmodell bilden oder verändern. Während der kopernikanischen Wende existierten zwei logische Denkmodelle des Raumes. Die Raummodelle bildeten eine logische entweder–oder Funktion, eine Kontravalenz. Die Annahme einer These schließt die andere logisch aus. Die Mathematik folgt der Logik und konnte nur die jeweilige These bestätigen. Während der Wende existierten zwei mathematische Theorien der (Raum-) Wirklichkeit. Die mathematischen Erkenntnisse beruhten auf unterschiedliche logische Ausgangsbasen und waren unvereinbar. Das Modell von Kopernikus ist erst aus heutiger, nachträglicher, Sicht das mathematisch bessere und bewiesene. Damals war es das nicht.

 

Die innere Anziehung und eine unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung sind „selbstverständliche“ Basis-Thesen unserer Wirklichkeit. Weder Zeit noch Gravitation sind kausal begründet. Beide Vorstellungen sind akausale Empfindungen, nicht ursächlich begründete Basisannahmen der Wirklichkeit.  Für Beides gibt es, auch bei Einsteins Erklärungsmodell, keine physikalische Ursache. Bei der Gravitation können wir uns eine Anziehung als Ursache vorstellen. Das Phänomen Gravitation wird logisch kausal erfassbar/erklärbar und bildet ein Denkmodell. Etwas ohne vorstellbare Ursache ist nur eine akausale/subjektive Empfindung und noch nicht logisch kausal erfasst/erfassbar. Bei der Zeit gibt es keine vorstellbare Ursache. Die Logik bildet ein logisch kausales System. Die Kausalität / Ursächlichkeit ist eine Bedingung des Systems. Ohne vorstellbare Ursache gibt es kein Denkmodell der Zeit. Die Zeit bleibt ein, logisch nicht erklärbares, subjektives Phänomen. Ohne vorstellbare Ursache gibt es keine logische Basis der Zeit. Es gibt in unserem Vorstellungsmodell keinen logisch ursächlichen Bezugspunkt für die Zeit. Es lassen sich Zeitabschnitte logisch definieren und messbar erfassen aber nicht das Phänomen der Zeit selbst. Es gibt nichts was eine Zeitumkehr ursächlich verhindert oder die Zeit in nur eine Richtung vorantreibt. Auch nicht durch Einstein. Im Gegenteil: Einstein beweist sogar, dass in unserem Vorstellungsmodell jeder Zeitabschnitt gleichwertig und theoretisch zeitlich umkehrbar ist. Unser Urknallmodell beruht auf einer singulären, zufälligen, Entstehung aus dem akausalen Nichts. Es gibt keine kausale Entstehung und auch kein kausales Ende der Materie. Eine unumkehrbare zeitliche Entwicklung wird eine, logisch nicht erklärbare, nur subjektiv akausale Beobachtung. Dies gilt auch für die Entropie. Auch die Entropie zeigt nur auf, dass es so ist, aber erklärt nicht „warum die Entropie so ist“. Auch die Entropie ist nur eine Beobachtung ohne Ursache und ist auch bei Einsteins Modell zeitlich spiegelbildlich gültig. Auch die Entropie verhindert keine Zeitumkehr. Die „selbstverständlichen“ Basis-Thesen unserer Wirklichkeit unterscheiden sich dadurch, dass sich bei der Zeit keine vorstellbare Ursache zuordnen lässt. Die Zeit ist in unserem Vorstellungsmodell nur eine subjektive Vorstellung. Bei der Gravitation können wir uns, seit sehr langer Zeit, eine Ursache vorstellen. Aber auch für die vorgestellte Ursache, innere Anziehung, gibt es keine physikalische Ursache. Ohne Ursache der Zeit ist auch „ein fallen in die Zeit “, die Raumzeitkrümmung, eine subjektive Erklärung der Gravitation. Auch die Anziehungskraft ist eine nicht ursächlich begründete Basisannahme der Wirklichkeit und damit auch nur ein akausale subjektive Vorstellung. Unser Denkmodel der „selbstverständlichen“ Wirklichkeit beruht, seit langer Zeit, auf der angenommenen, geglaubten, Ursache der Anziehung.

 

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