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Ur-terie Theorie, vereinfachte Kurzfassung

Anmerkung: Für jeden Hinweis für schwer verständliches bin ich dankbar. Diese Kurzfassung der Ur-terie Theorie verändert sich deshalb ständig in der einfacheren Darstellung der Aspekte, aber nicht in der Aussage. Bei dieser vereinfachten Darstellung sind die Aspekte nur sehr verkürzt dargestellt. Für Formalien, Quellennachweise, Wortdefinitionen und ausführliche Darstellung bitte die Originalfassung lesen.

 

Vorwort:
Eine nicht umkehrbare zeitliche Entwicklung ist ein wesentlicher Teil für die Wahrnehmung unserer Wirklichkeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lassen sich unterscheiden. Diese Wirklichkeit ist „einfach selbstverständlich so wie sie ist“. Uns ist selten bewusst, dass es dafür keine logische Erklärung gibt. Es gibt in der Logik und in der Physik keine denkbare Ursache für diese Wahrnehmung. Dieser Bereich unserer Wirklichkeit ist vollkommen ungeklärt.


Oft wird davon ausgegangen, dass der Zeitbegriff durch Einstein vollständig geklärt ist. Einstein war sich bewusst, dass auch sein Modell das Phänomen der Zeit nicht vollständig erklärt. Sein berühmter Satz - Zeit ist das was die Uhr anzeigt – war deshalb ernst gemeint. Aus Einsteins Gespräch mit Carnap:
- Einstein sagte, das Problem des Jetzt beunruhigte ihn ernstlich. Das Erleben des Jetzt bedeute etwas Besonderes für den Menschen. Etwas prinzipiell Anderes als Vergangenheit und Zukunft, doch dieser wichtige Unterschied werde in der Physik nicht erfasst und könnte auch nicht erfasst werden. Dass dieses erleben der Wissenschaft verschlossen bleiben muss, erschien ihm als zwar schmerzlicher, aber unvermeidlicher Verzicht. -*
*  The Philosophy of Rudolf Carnap, Schilipp (Hg.) 1963, S.37

 

Wir gehen oft davon aus, dass alles Wirkliche auch denkbar ist. Die Historie zeigt auf, dass dies leider nicht so ist. Mit der geglaubten Gravitation, dass alles nach unten fällt musste die Erde eine flache Scheibe sein. Mit dieser geglaubten Richtung war das Denkbare eingeschränkt. Die Grenzen dieses Denkmodells wurden durch Paradoxien aufgezeigt. Bei einer Erdkugel würde auf der anderen Seite alles von der Kugel fallen. Mit der Feststellung, dass die Erde eine Kugel ist änderte sich das gesamte Denkmodell der Wirklichkeit. Alle Vorstellungen der geglaubten Gravitationsrichtung wurden ungültig.

 

Im Mittelalter war bekannt, dass die Erde eine Kugel ist. Wir gehen oft davon aus, dass die mittelalterliche Vorstellung, dass alles um die Erde kreiste ein theologischer Glaube war. Dies ist ein falscher Mythos. Es gab vor Kopernikus noch keinen Anlass, dass die Theologie sich mit der Thematik beschäftigte. Es gab dazu kein Bibeltext und keine theologischen Vorgabe. Es war (noch) nicht „theologisch verboten“ darüber nachzudenken, ob die Erde oder die Sonne das Zentrum bildete. Die theologische Festlegung einer zentralen Erde erfolgte erst 90 Jahre nach der Veröffentlichung von Kopernikus Werk.

 

Bei einer Erdkugel musste die Gravitationskraft vom Mittelpunkt der Erde ausgehen. Auch mit dieser geglaubten Richtung war das Denkmodell der Wirklichkeit eingeschränkt. Alle Kräfte gingen nur von der Erde aus. Es konnte nur alles um die Erde kreisen. Das Raummodell wurde ausschließlich von der monopolaren inneren Wirkung der Erde bestimmt. Mit einer zentralen Erde gab es keine logische Ursache außerhalb der Erde. Die Erde war ursächlich allein-bestimmend. Der „einfache“ Begriff „Außerhalb der Erde“ existierte damals logisch kausal nicht. Ein äußeren Bezugspunkt war unlogisch. Die Mathematik folgt der Logik und bildet kein eigenes logisches Modell. Die Mathematik kann nur die logischen Grenzen des bestehenden Modells beschreiben. Die ausschließliche, zentrale, innere Wirkungsrichtung der Erde galt damals als mathematisch erwiesen. Kopernikus postulierte einen äußeren Bezugspunkt. Sein Raummodell erlaubte und erforderte eine gegenseitige Wirkung der Gravitationskraft. Alle Vorstellungen der geglaubten Gravitationsrichtung wurden ungültig. Es änderte sich das gesamte Denkmodell der Wirklichkeit. Kopernikus Raummodell änderte das bestehende logisch mathematische Denkmodell. Er verstieß mit seinem Postulat gegen das damalige logische Denkmodell und nicht gegen ein theologisches Denkmodell. Es gab noch kein theologisches Modell.

 

Geglaubte Gravitationsrichtung, Raumvorstellung und logisches Denkmodell sind voneinander abhängig und bestimmen sich gegenseitig.Alles entwickelt sich ständig nur zusammen weiter. Die Veränderung eines Faktors verändert alle Faktoren. Alles wird dann ungültig. Es lässt sich kein einzelner Faktor ändern. Es lassen sich nur alle Faktoren zusammen ändern. Die Grenzen eines Denkmodell werden durch logische Paradoxien und mathematische Singularitäten aufgezeigt. Auch unser derzeitiges Denkmodell der Wirklichkeit beruht auf einer geglaubten Gravitationsrichtung. Es gibt, auch bei Einsteins Modell, keine Ursache der Gravitation. Wir glauben, dass die Gravitation eine monopolare innere Anziehung der Materie ist.

 

Bei der Zeit gibt es keine vorstellbare Ursache. Dass sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterscheidet gilt als selbstverständlich. Es ist „einfach selbstverständlich so, wie es ist“, ohne Ursache und ohne Begründung. Die Zeit existiert so „selbstverständlich“, dass uns selten bewusst ist, dass es nichts gibt was diese Wahrnehmung ursächlich begründet. Ohne Ursache der Zeit gibt es keine Begründung dafür, dass unsere Wahrnehmung der Zeit die Wirklichkeit abbildet. Es gibt in unseren logischen Vorstellungsmodell keine vorstellbare Ursache für die Zeit. Für die Zeit als Wirklichkeit gibt es, ohne vorstellbare Ursache, kein logisches Denkmodell. Eine unumkehrbare Zeit bleibt eine subjektive Wahrnehmung und ein nicht definierbares Phänomen.

 

Ich werde oft darum gebeten im Vorwort auch Einsteins Zeitbegriff ausführlicher zu erklären. Gut beschrieben wird der aus Einstein resultierende physikalische Zeitbegriff von Brian Greene:
„Die Zeit ist ein kompliziertes Thema und wir sind weit davon entfernt, es ganz zu verstehen. (…) Jedenfalls ist das Empfinden, dass die Zeit fließt, tief in unserer Erfahrung verwurzelt und prägt unser Denken und unsere Sprache. So gründlich, dass wir immer wieder in gewohnheitsmäßige, umgangssprachliche Beschreibungen verfallen, in denen die Zeit als fließend dargestellt wird. Doch hüten Sie sich, die Sprache mit der Wirklichkeit zu verwechseln, denn die menschliche Sprache eignet sich weitaus besser dazu, menschliche Erfahrung wiederzugeben, als komplizierte physikalische Gesetze zum Ausdruck zu bringen.“*
*Brian Greene, Der Stoff aus dem der Kosmos ist: Raum, Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit. Goldmann 2008, Kapitel 2.5, S.169

 

Eine genaue Erörterung des gegenwärtigen physikalischen Zeitbegriffes sprengt diesen Rahmen. Auch ein gut erklärender Brian Greene braucht ein ganzes Buch dazu. Durch Einsteins Raumzeitmodell entsteht eine sehr komplexe Vorstellung von der Zeit. Unsere gewohnte Zeitvorstellung einer, laufenden, fließenden Zeit existiert bei Einsteins Raumzeitmodell nicht. Die Unterscheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bleibt eine subjektive Empfindung. Die Zeitabschnitte werden eine Art gleichwertiger Zeitscheiben. Für alle, die das tiefergehend interessiert, das Buch von Greene ist, auch ohne physikalische Vorkenntnisse, ein leicht zu lesendes und auch einfach zu begreifendes Standardwerk über den gegenwärtigen physikalischen Zeitbegriff und sehr empfehlenswert.

 

Einleitung
Einsteins Formeln bestimmen die mathematischen Verhältnisse von Raum, Zeit und Gravitation. Diese mathematischen Verhältnisse sind eindeutig bewiesen. Aus seinen Formeln gehen aber keine Ursachen hervor. Die Ursachen von Raum, Zeit und Gravitation bleiben unbekannt. Bei der Ur-terie Theorie geht es um die Frage, welche einheitliche Ursache möglich ist – ohne die bewiesenen mathematischen Verhältnisse zu ändern.

 

Die Zeit ist ein wichtiger Teil von Einsteins Erklärungsmodell. Das Phänomen der Zeit ist aber nicht logisch vollständig definiert. Es lassen sich Zeitabschnitte logisch definieren und messbar erfassen aber nicht das Phänomen der Zeit selbst. Die Zeit als Gesamtphänomen ist logisch ursächlich nicht definierbar. Auch nicht durch Einstein. Im Gegenteil: Er erkannte, dass es kein logisch ursächliches außerhalb der Materie gibt. Es gibt nichts was die Materie, als Gesamtes, in eine vorgegebene zeitliche Entwicklungsrichtung vorantreibt. Er beweist, dass eine Ursache für eine vorgegebene Zeitrichtung in unserem Vorstellungsmodell nicht existiert und dies im Umkehrschluss bedeutet, dass in unserem Vorstellungsmodell jeder Zeitabschnitt gleichwertig und theoretisch zeitlich umkehrbar ist. Einsteins mathematisch bewiesenes Modell bestätigt, dass es in unserem Vorstellungsmodell nichts gibt was eine Zeitumkehr ursächlich verhindert. Dass die unumkehrbare Zeit, ein gerichteter Zeitfluss, nur eine subjektive Empfindung ist. Bei Einsteins Erklärungsmodell wird die Gravitation eine Art ewiges fallen in die Zeit. Ohne Ursache der Zeit hat dadurch aber auch die Gravitationskraft keine Ursache. „Das Fallen in die Zeit“ als Erklärung dieser Anziehungskraft bleibt, ohne Zeitursache, eine Erklärung ohne Ursache. Wie die Zeitrichtung bleibt auch die Anziehungsrichtung, „das Fallen“, eine subjektive Empfindung ohne Ursache. Ohne eine logisch vollständige Definition der Zeit bleibt auch die Gravitationskraft ursächlich unerklärlich. Ohne eine ursächliche Definition der Zeit bleibt auch Einsteins Erklärungsmodell ursächlich unvollständig. Da Einstein mathematisch beweist, dass eine Ursache der Zeit, eine Unumkehrbarkeit, nicht existiert, kann die Zeit nicht ursächlich definiert werden. Es entsteht eine Grenze der logisch ursächlichen Erklärbarkeit. Einstein beweist, dass in unserem Vorstellungsmodell die Zeit akausal ist. Es sind nur, nicht ursächliche, akausale, Hilfskonstrukte als Erklärung der Zeitrichtung zulässig, z.B. die Entropie. Eine unumkehrbare Zeit ist eine Basisempfindung unserer gesamten Wirklichkeit. Es ist dringend erforderlich das Phänomen der Zeit vollständig zu definieren. Eine umkehrbare Zeitrichtung führt zu logischen Paradoxien. In der Logik sind logische Grenzen und Paradoxien (wie bei der Mathematik ein ungültiges Endergebnis) ein Hinweis, dass eine Vorüberlegung nicht stimmt. Wenn alles theoretisch umkehrbar ist und in unserem Vorstellungsmodell der Wirklichkeit, für das Gesamte, keine Ursache der zeitlichen Entwicklungsrichtung existiert, stellt sich die Frage, ob unser Vorstellungsmodell, als gesamtes, der Wirklichkeit entspricht.

 

Unsere Materie entsteht aus dem Nichts. Eine Entstehung aus dem Nichts ist ein extremes Paradox. Es stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage Denken und Logik beruhen, wenn dies zu der Schlussfolgerung führt, dass wir aus dem paradoxen Nichts entstanden sind.

Vor Kopernikus gab es keine logisch kausale Entwicklung und Entstehung der Erde. Mit dem Vorstellungsmodell der Erde als Zentrum war die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung der Erde nur göttlich erklärbar. Die Erde konnte nur aus dem „göttlichen Nichts“ entstehen. Durch Kopernikus Modell mit der Sonne als Zentrum ergab sich in Folgeüberlegungen eine logisch kausale Entwicklungsrichtung und Entstehung der Erde. Wir haben mit Kopernikus das einzige Beispiel für die Umwandlung eines Vorstellungsmodells mit einer unlogisch akausalen Entwicklung - zu einem Vorstellungsmodell mit einer logisch kausalen Entwicklung und einer Entstehung aus etwas.

Bei unserem Vorstellungsmodell des Universums kommen wir inzwischen erneut zu der Schlussfolgerung, dass die Materie aus dem „Nichts“ entsteht und die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung logisch unerklärlich ist. Bei der Ur-terie Theorie geht es um die Bestimmung der logischen Informationsgrenze durch das jeweilige Vorstellungsmodell. Eine logische Ausgangsbasis kann sich nur selbst beweisen, da immer alle Folgeüberlegungen betroffen sind. Die Änderung einer logischen Basis führt immer dazu, dass alle Folgeüberlegungen ungültig werden. Eine logische Basis ist unveränderlich. Es stellt sich die Frage auf welcher logischen Basis unser Denkmodell beruht und welche logische Basis Kopernikus für sein Raummodell geändert hat.

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