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Vorwort

Vor Kopernikus gab es keine logische Basis für eine kausale Entwicklung und Entstehung der Erde. Der „einfache“ Begriff „Außerhalb der Erdwirkung“ ließ sich nicht logisch kausal einordnen und existierte nur als göttliche Vorstellung. Es durfte keine Wirkung von „außerhalb der Erde“ auf die Erde geben. Nur „innere“ Wirkungen der Erde waren als Erklärung für die Wirklichkeit zulässig. Die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung der Erde war nur göttlich erklärbar. Die Erde konnte nur aus dem „göttlichen Nichts“ entstehen. Mit unserem heliozentrischen Vorstellungsmodell haben wir wieder ein Modell ohne kausale Entwicklungsrichtung und Entstehung. Die unumkehrbare zeitliche Entwicklungsrichtung der Materie ist unerklärlich. Die Materie entsteht aus einem „paradoxen Nichts“.

Bei der Urterie Theorie geht es um die Frage der logisch kausalen Basis für die Materie. Die Historie zeigt auf, dass bisher ungeklärt ist welche logische Prinzipien zu einer akausalen Entwicklungsrichtung mit einer Entstehung aus dem „paradoxen Nichts“ führen. Es stellt sich die Frage - welche logische Prinzipien Kopernikus für sein Raummodell geändert hat.

1 Einleitung

Oft wird davon ausgegangen, dass die Ursache von Gravitation und Zeit durch Einstein geklärt ist. Einsteins Formel beschreibt den engen Zusammenhang von Raum, Zeit und Gravitation, aber nicht die Ursache. Eine Ursache, worauf die Gravitation beruht und warum die Zeit sich nur in einer Richtung entwickelt, ist in der Beschreibung nicht vorhanden. Die empfundene Unumkehrbarkeit der Zeit bleibt ungeklärt. Es bleibt ein Rätsel, warum die grundlegenden physikalischen Gesetze sogar eine Rückwärtsrichtung der Zeit zulassen und die als selbstverständlich empfundene Unumkehrbarkeit der Zeit sich nicht aus ihnen ableiten lässt. Auch bei der Gravitation bleibt es ein Rätsel, warum wir trotz intensiver Suche keine kausale Ursache finden können.

Die Zeit ist so selbstverständlich „natürlich vorhanden“, dass wir uns kaum Gedanken über die logische Grundlage der Zeit machen. Die Vorstellung, wenn sich nichts verändere sei die Zeit Null, ist weit verbreitet. Bei einer „eingefrorenen“ Zeit - ohne Veränderungen - ist die Zeit aber nicht Null, sondern, im Gegenteil, unendlich. - Analogie: Strecke durch Zeit gleich Geschwindigkeit. Das nächste Dorf erreichen wir nur mit „unendlicher Geschwindigkeit in der Zeit Null“. Bei „Zeit Null“ ist die Strecke (der Raum) „nicht mehr vorhanden“, Raum und Zeit sind vereint. - Wir erreichen das Dorf nicht mit der minimalen Bewegungsmöglichkeit in der kürzesten Zeit, sondern mit der maximalen Bewegungsmöglichkeit des Universums. Die Zeit begleitet die Kausalität von Ursache und Wirkung. Nicht die minimal vorstellbare Kausalität bestimmt den Bezugspunkt für die Zeit, sondern die maximal vorstellbare Kausalität. Die Lichtgeschwindigkeit bestimmt die maximale Bewegungsmöglichkeit der Materie. Kein Vorgang und keine Ursache können schneller sein. Die Lichtgeschwindigkeit wird - auch bei Einsteins Formel - zum Bezugspunkt für Raum und Zeit.

Die Zeit begleitet den Prozess von Ursache und Wirkung. Wenig beachtet wird, dass der Bezugspunkt für die Zeit vom maximal vorstellbaren Prozess, von der maximal denkbaren Kausalität, bestimmt wird. Die Definition der Zeit ist abhängig von der Definition der Kausalität. Die maximal denkbare Kausalität ist historisch aber nicht konstant. Vor Kopernikus war die denkbare Kausalität auf die innere Wirkung der Erde beschränkt. Gegenwärtig bestimmt die Lichtgeschwindigkeit die maximal denkbare Kausalität. Die Historie zeigt auf, dass ungeklärt ist welche Prinzipien die maximal denkbare Kausalität bestimmen. Um die Zeit zu definieren muss das Prinzip der Kausalität untersucht und definiert werden. Die Kausalität und das Kausalgesetz gilt als die Basis der Logik. Was dies bedeutet ist aber nicht näher definiert. Beim Kausalgesetz ist die Ursache grundsätzlich vor der Wirkung vorhanden. Das Kausalgesetz selbst hat keine Ursache. Es beruht ausschließlich auf der alltäglichen Erfahrung. Die alltägliche Erfahrung, dass die Ursache grundsätzlich vor der Wirkung vorhanden ist, ist seit Urzeiten gültig. Alle Folgeüberlegungen bauen darauf auf und bilden unser Vorstellungsmodell und die Grundlage der Logik. Das Kausalgesetz ist die Ausgangsbasis der gesamten logischen Kette. Eine logische Basis ist ohne Alternative, sonst wäre sie keine Basis und die gesamte logische Kette ungültig. Eine logische Basis lässt bei Folgeüberlegungen keine wechselbare Perspektive für eine alternative Ausgangsbasis zu. Eine logische Ausgangsbasis kann sich nur selbst beweisen oder, durch aufgezeigte Paradoxien bei Folgeüberlegungen, die Ungültigkeit der logischen Basis aufzeigen.

2  Kausalität als Ausgangsbasis der Logik

Wir werten ein mathematisches Ergebnis als Beweis. Die Mathematik folgt aber nur der Logik und bildet kein eigenes Modell. Mit der Wertung gehen wir davon aus, dass unsere logische Basis die kausale Wirklichkeit erfasst. Die historische kopernikanische Wende zeigt auf, dass dies nicht der Fall sein muss. Fast vergessen ist, dass die denkbare Kausalität die logische Basis einschränkt und die denkbare maximale Kausalität historisch nicht konstant ist. Vor Kopernikus ließ sich eine kausale Entwicklung und Entstehung der Erde nicht logisch denken. Viele Menschen glauben, dass alles uneingeschränkt denkbar ist. Wir können uns vorstellen, dass wir wie ein Vogel durch die Luft gleiten. Kausal begründet ist so ein Gedanke aber nicht. Vorstellbar ist fast alles. Alles unbegrenzt zu denken, sprengt das Denken. Vorstellbares und Denkbares unterscheiden sich. Das Vorstellbare dient dazu, die Grenzen unserer kausalen Wirklichkeit zu überprüfen, bildet aber nicht die kausale Wirklichkeit ab.

Erst mit einem kausalen Modell wird eine empfundene Vorstellung zu einer logisch kausal denkbaren Wirklichkeit. Die Kausalität bündelt unser Denken und bildet die Basis der Logik. Sie hat die wichtige Funktion einen gemeinsamen Konsens der „natürlich“ vorhandenen Wirklichkeit zu bilden. Unsere Vorstellung von der Wirklichkeit wird nur von kausal Denkbarem bestimmt, alles akausale bleibt Glaube, Traum oder eine nicht logisch denkbare akausale Wirklichkeit mit Entstehung aus dem „göttlichen Nichts“. Die Logik ist die Basis der Mathematik. Die Mathematik folgt nur der Logik und bildet kein eigenes logisches Modell. Die Kausalität ist die Basis der Logik. Es stellt sich die Frage inwieweit die Logik ein kausales Modell bilden kann. Vor Kopernikus Modell war ein äußerer Bezugspunkt für die Erde akausal und unlogisch. Erst mit seinem Modell wurde dieser Bezugspunkt logisch kausal erfassbar und die kausal denkbare Wirklichkeit erweitert. Die kopernikanische Wende zeigt auf, dass bisher nicht geklärt ist ob die bestehenden Grenzen der logisch kausal denkbaren Wirklichkeit, mit einer Entstehung aus dem Nichts, zwingend sind oder erst durch das Vorstellungsmodell vorbestimmt werden. Denn – ohne passendes Raummodell kann eine äußere Wirkung nicht kausal zugeordnet werden. Ohne kausale Zuordnung bleibt die Wirkung eine akausale Empfindung und ist nicht logisch erfassbar. Wir beachten bisher nicht, dass kausale Basis und gedachtes Raummodell sich gegenseitig bestimmen. Die Raumvorstellung und die logisch kausale Basis von etwas „Immer Vorhandenen“ ist nicht identisch mit etwas „Entstandenen“. Die Grenze/Basis der Kausalität bestimmt unsere denkbare Wirklichkeit. Das gedachte Modell der Wirklichkeit wiederum bestimmt die Grenzen des kausal Denkbaren. Das logisch kausal Denkbare schränkt sich selbstbestimmend ein. Die Kausalität ist die Basis der Logik. Kausale Grenze und Informationsgrenze der Logik sind untrennbar. Die Kausalität ist ein, (auch die logische) Wirklichkeit bestimmendes, Basis- Postulat. Die Mathematik folgt nur der Logik und kann keinen Gegenbeweis für eine kausale Ausgangsbasis erbringen. Die Mathematik kann nur die kausale Ausgangsbasis der vor-gedachten Wirklichkeit beweisen und festschreiben - oder Paradoxien aufzeigen. Das bestehende logisch kausale System kann nur die Paradoxien der vor-gedachten kausalen Grenze aufzeigen. Die Kausalkette lässt sich nicht „aus sich selbst heraus“ logisch erweitern. Nicht die Mathematik selbst, sonder nur die Auflösung von Paradoxien kann zu einem neuen kausalen Raummodell der denkbaren Wirklichkeit mit - einer neuen erweiterten kausalen Basis und infolgedessen - einer neuer erweiterten logischen Basis führen.

Es erfolgt immer erst die Wahrnehmung, dass etwas existiert. Wir sind darauf angewiesen eine Wirklichkeit des Existierenden zu erstellen. Eine Ursache wird immer logisch generiert. Für diese Generierung sind wir auf Bezugspunkte angewiesen. Wenn kein äußerer Bezugspunkt existiert kann nur ein Raummodell der Wirklichkeit generiert werden bei dem das Existierende keine Ursache hat und immer vorhanden ist. Das Existierende kann nur aus dem „Göttlichen Nichts“ entstehen oder ist „Immer Vorhanden“. Etwas „Immer Vorhandenes“ darf keine Informationen über eine Entstehung und kausale Entwicklung besitzen, sonst wäre es nicht immer vorhanden. Es kann nur ein Vorstellungsmodell des Raumes gebildet werden bei dem die Kausalkette auf innere Wirkungen des „bereits Existierenden“ eingeschränkt ist. Die inneren Wirkungen werden eine kausale Informationsgrenze. Ein äußerer Bezugspunkt ist akausal und kann bei Folgeüberlegungen nicht logisch abgeleitet werden. Kausale Grenzen des Raummodell und maximal logisch denkbare Wirklichkeit sind untrennbar und bestimmen sich selbst gegenseitig. Das Existierende wird eine postulierte „akausale Wirklichkeit“. Die Entstehung aus dem Nichts bleibt selbstbeweisend erhalten.

Die Kausalität ist ein, die Wirklichkeit bestimmendes, Basis- Postulat. Die kausale Basis für das gedachte Raummodell der Wirklichkeit – der gedachte kausale Raum - kann nur mit einen, kausale Paradoxien aufzeigenden, äußeren Bezugspunkt oder durch die aufgezeigten „Paradoxien selbst“ geändert werden. Mit dem bestehenden logisch kausalen Raummodell bleibt ein äußerer Bezugspunkt akausal und logisch nicht erfassbar. Nur akausales und Paradoxien können informieren, dass eine kausale Basisannahme nicht stimmt. Jede Änderung einer kausalen Basisannahme ändert aber die logische Basis - mit allen Folgeüberlegungen - und erfordert damit ein gewaltiges Neudenken aller Zusammenhänge, des gesamten Vorstellungsmodells des Raumes und der kausalen Wirklichkeit. Historisch war dies schon einmal, durch Kopernikus, der Fall. Wir haben fast vergessen, dass Kopernikus Raummodell ein paradoxen auflösendes Postulat war. Ein mathematisch bewiesenes Modell wurde es erst bedeutend später. Ein äußerer Bezugspunkt für die Erde wurde durch Kopernikus postuliert und nicht aus dem bestehenden logisch kausalen mathematischen System abgeleitet. Erst durch sein Modell wurde die Informationsgrenze, der nur innere Wirkung der Erde, logisch ungültig und die Erde konnte infolge kausal entstehen. Kopernikus änderte die kausale Ausgangsbasis und damit auch die logisch mathematische Basis. Die bessere logisch mathematische Erfassung des Raumes und eine logisch kausale Entwicklungsrichtung der Erde wurde durch das postulierte Raummodell, mit der neuen logisch kausalen Basis, erst ermöglicht. Die logische Ausgangsbasis von etwas „Immer Vorhandenen“ ist nicht identisch mit etwas „Entstandenen“.

Eine logisch kausale Basis kann sich nur selbst beweisen, oder durch Paradoxien die Ungültigkeit aufzeigen. Wenn Paradoxien aufgezeigt werden und eine empfundene Wirkung sich nicht kausal zuordnen lässt, bildet die kausale Ausgangsbasis und infolgedessen auch die Logik/Mathematik, bei allen Folgeüberlegungen nicht gesichert die kausale Wirklichkeit (des Raumes) ab. Historisch beruht unser Raummodell auf einer immer vorhandenen Materie. Etwas „Immer Vorhandenes“ darf keine kausale Information über eine Entstehung und Entwicklung besitzen und es darf nur ein sich kausal selbst erklärendes inneres Raummodell entstehen. Wir versuchen aus „immer vorhandenen Wirkungen“ der Materie die Entstehung abzuleiten. Etwas „Immer Vorhandenes“ darf aber keine Informationen über eine Entstehung besitzen und kann nur zu einer Entstehung aus dem paradoxen „Nichts“ führen. Die Entstehung und Entwicklung der Materie bleibt selbstbeweisend akausal.

Seit dem Wissen einer „entstandenen Materie“ sind die kausalen Grenzen der „immer vorhandenen Materie“ infrage gestellt. Die kausale Basisannahme hat sich geändert. Kopernikus zeigt auf, dass die Änderung einer kausalen Basis auch die logische Basis ändert, was infolge ein gewaltiges Umdenken der kausalen Wirklichkeit erfordert. Die, aus dem Raummodel der „immer vorhandenen Materie“ resultierende, logisch kausale Basis der inneren Wirkungen als Informationsgrenze haben wir beibehalten. Es gibt kein äußeren Bezugspunkt für eine zeitliche Entwicklungsrichtung der Materie. Alle Entwicklungen bleiben zeitsymmetrisch umkehrbar. Die Materie entsteht und entwickelt sich weiterhin aus dem paradoxen „Nichts“. Seit dem Wissen einer Entstehung ist aber die aus „immer Vorhandenen“ abgeleitete logische Basis, der nur inneren Wirkung, - mit allen Folgeüberlegungen - infrage gestellt.

Die innere Anziehung und eine unumkehrbare zeitliche Entwicklung sind selbstverständliche Empfindungen unserer Wirklichkeit. Beide Vorstellungen sind Basisannahmen ohne logisch kausale Begründung. Bei der Wahrnehmung einer Wirkung mit einer unbekannten Ursache sind wir darauf angewiesen uns eine Ursache vorzustellen um ein denkbares Modell der Wirklichkeit zu erstellen. Die Ursache der Gravitation ist unbekannt. Wir können uns vorstellen, dass die Gravitation auf eine innere Anziehung beruht. Unser Vorstellungsmodell der Wirklichkeit basiert auf dieser kausalen Basisannahme. Für die Wahrnehmung einer unumkehrbaren zeitlichen Entwicklung der Materie finden wir keine logisch kausale Ursache in unserem Vorstellungsmodell. Es gibt kein kausales Modell für diese Wahrnehmung. Es ist bisher nicht möglich ein denkbares Modell der Wirklichkeit, für diese Wahrnehmung, zu erstellen. Die Zeit wird bisher nur über Verfahren zu ihrer Messung definiert. Die Zeit hat mit der Lichtgeschwindigkeit einen Bezugspunkt. Ein alleiniger, nicht überschreitbarer, monopolarer Bezugspunkt bildet aber kein kausales Modell. Die Zeit ist keineswegs "natürlich vorhanden“. Im Gegenteil: Es ist keine logisch kausale Basis dafür vorhanden, dass sich die Zeit nur in einer Richtung entwickelt. Ohne logisch kausale Basis ist die Zeitwahrnehmung bisher nur eine unbegründete Empfindung und keine gesicherte kausale Wirklichkeit. Es gibt nichts was eine paradoxe Zeitumkehr verhindert. Alle bisherigen versuche einen gerichteten Zeitpfeil abzuleiten haben sich als Beobachtung ohne zwingende Ursache erwiesen - der Zeitpfeil wird nicht zwingend. Paradoxe Zeitreisen sind deshalb bisher theoretisch nicht ausgeschlossen. Wenig beachtet wird, dass wir auch der Gravitation keine kausale Ursache zuordnen können. Auch die innere Wirkung der Gravitation ist nur eine unbegründete empfundene Basisannahme und keine gesicherte kausale Wirklichkeit.

3 Historische Grenzen der denkbaren Kausalität

Die Kausalität bildet nicht nur eine logische Kette sondern auch eine Kausalkette - von der Entstehung bis zur Gegenwart. Es wird kaum noch beachtet, dass Beides voneinander abhängig ist. Seit Kopernikus wissen wir, dass die Kausalkette nur die gedachte Wirklichkeit abbildet. Die gedachte Wirklichkeit wiederum bestimmt die kausale Grenze der Logik, die wiederum die Kausalkette bestimmt. Die kausale Grenze ist eine sich selbst bestimmende Informationsgrenze. Ein selbstbestimmendes, logisches Modell - und infolgedessen auch die Mathematik - kann sich nur selbst beweisen oder Paradoxien aufzeigen. Die kausal vorstellbare Vorstellung von der Vergangenheit und der Zukunft bestimmt die Grenze des kausal Denkbaren. Vorstellbares Entstehungsmodell, fortlaufende Entwicklungsrichtung (der Zeit) und maximal logisch denkbare Kausalität sind voneinander untrennbar. Beim Kausalgesetz darf jede Ursache sich nur innerhalb der (wahrgenommenen) Vergangenheit befinden. Fast vergessen ist, dass damit die kausal denkbare Vergangenheit auch die denkbare kausale Grenze der logischen Kette bestimmt. Nur das „innerhalb“ der Vergangenheit Denkbare wird zur Basis der Vorstellung für die Wirklichkeit. Das „Innere“ wird zur Basis der Vorstellung von der Wirklichkeit, die wiederum die kausale Grenze der Logik bestimmt.

Historisch hat diese Basis zum geozentrischen Modell geführt. Die Erde wurde die Ausgangs­basis von allen Vorstellungen, Wirkungen und Kräften. Nur innere Eigenschaften der Erde waren als Erklärung für Kräfte kausal zulässig. Alle Wirkungen durften monopolar nur von der Erde ausgehen. Alle Folgeüberlegungen bauten darauf auf. Die Kausalkette war auf die inneren Eigenschaften der Erde beschränkt. Es entstand ein komplexes logisches Modell mit einer mathematisch sehr weitgehenden Bestimmung der Planetenbahnen. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Mathematik zu einem neuen Modell führte. Im Gegenteil: Die Mathematik konnte nur das bestehende Modell bestätigen. Eine Wirkung von außerhalb der Erde ist beim geozentrischen Modell selbstbeweisend logisch ausgeschlossen. Es gab keine logische Basis für eine mathematische Erfassung von einer Wirkung „außerhalb der Erde“ auf die Erde. Beim geozentrischen Modell konnte und durfte die Logik nur von inneren Eigenschaften der Erde ausgehen. Die Grenze des kausal Denkbaren war auf „innerhalb“ der Erde eingeschränkt. Die logische Grundlage für ein „Außerhalb der Erde“ fehlte. Jede Wirkung von „Außerhalb der Erde“ auf die Erde war unlogisch und akausal. Die Wirklichkeit und die Kausalkette waren auf „innerhalb“ beschränkt. Die Erde hatte keine kausal begründbare Entwicklungsrichtung und musste aus sich selbst heraus, aus dem „Nichts“, entstehen. Das Vorstellungsmodell gab die logische Grenze vor. Die Planeten umkreisten die Erde innerhalb des Erdmodells, es gab kein kausales „Außerhalb“ des Erdmodells. Es war nicht kausal begreiflich, was ein „Außerhalb“ der Erde sein sollte. Der „einfache“ Begriff „Außerhalb“ der Erdwirkung ließ sich nicht logisch kausal einordnen und existierte nur als göttliche Vorstellung. Ohne kausales Modell war die fortlaufende Entwicklungsrichtung der Erde eine akausale Information und ließ sich nicht logisch mathematisch erfassen. Und umgekehrt: Ohne logische Erfassung blieb eine empfundene fortlaufende Entwicklungsrichtung der Erde eine akausale Information – ohne jegliche kausale Basis. Fortlaufende unumkehrbare Entwicklung und Entstehung der Erde konnten nur göttlich sein.

Die logische Ausgangsbasis der nur inneren Wirkung ließ keine logische Information über eine Ursache außerhalb der Erde zu. Alles außerhalb der Erde war paradox und akausal. Der Raum wurde ausschließlich aus der Perspektive der Erde bestimmt, es gab keine wechselbare Perspektive. Die Kausalität ist die Basis der Logik. Das Vorstellungsmodell der Wirklichkeit bestimmt die kausale Grenze. Die Grenze des logisch denkbaren ist durch das Vorstellungsmodell vorgegeben. Die Logik und die Mathematik können nicht zu einem neuen kausalen Modell führen, beides kann nur die Grenzen eines bestehenden kausalen Modells aufzeigen. Die vom Modell vorgegebene Kausalkette darf nicht kausal überschritten werden. Kopernikus Modell änderte die logisch kausale Basis für die Wirklichkeit. Erst mit dem Modell von Kopernikus gab es eine logische Grundlage für ein Außerhalb. Erst mit dem Modell war ein „Außerhalb der Erde“ logisch denkbar. Die nur innere Kausalität wurde ungültig. Die gesamte Kausalkette änderte sich. Die logisch kausale Basis des geozentrischen und des heliozentrischen Vorstellungsmodells war nicht identisch. Beide Modelle haben eine unterschiedliche logisch kausale Basis für die Wirklichkeit. Die Mathematik kann nur der jeweiligen logisch kausalen Basis folgen.

Kopernikus Lösung war eine logisch philosophische Lösung für die paradoxen Grenzen des bestehenden logischen Systems. Kopernikus verschob die logisch kausale Basis für die Wirklichkeit der Kausalkette. Mathematisch war sein Modell aber kaum begründet. Das neue heliozentrische Modell von Kopernikus lieferte keine bessere mathematische Bestimmung der Planetenbahnen, dies geschah erst lange nach seiner Zeit. Sein Modell bestach nicht durch eine bessere mathematische Bestimmung, sondern durch die Auflösung von Paradoxien bei den Planetenbahnen. Um die paradoxe Kollision von Planeten zu verhindern, brauchte sein Modell kein kompliziertes, aus mehreren parallelen Schalen bestehendes System mehr. Paradoxien zeigten auf, dass eine kausale Basisannahme nicht stimmte. Die Mathematik basierte auf der geozentrischen Basisannahme. Es gab bis dahin keine mathematischen Beweise für ein heliozentrische Basisannahme. Sie waren schlicht nicht logisch kausal zulässig.

Beim historischen geozentrischen Modell bildeten die mathematischen Ergebnisse nicht die Wirklichkeit ab. Kopernikus Modell war anfangs ein Postulat, das nicht aus dem bestehenden logisch mathematischen System abzuleiten war. Eine sofortige bessere mathematische Bestimmung aller Planetenbahnen war nicht möglich. Eine neue bessere mathematische Bestimmung entwickelte sich erst langsam mit der zunehmenden Akzeptanz der neuen logisch kausalen Ausgangsbasis. Ein „Außerhalb“ der Erde musste erst logisch begriffen werden. Es ist auch ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Anklage gegen Galileo Galilei nur auf kirchlichen Dogmen beruhte und logisch mathematisch nicht begründet war. Ein Argument gegen Kopernikus Modell war, dass sich, bei einer umgedrehten Denkweise, die Wirklichkeit für die Entwicklung der Erde ändert. Mit einem „Außen“ war eine fortlaufende Entwicklung der Erde kausal möglich und war nicht mehr zwingend nur göttlich vorgegeben. Dieses Argument wurde nicht von jedem geteilt und es war strittig ob sich die göttliche Wirkung auf innerhalb der Erde begrenzen lässt. Die Begründungen gegen das neue Modell beruhten deshalb auch auf einer logisch mathematischen Argumentation.

Die Anklage gegen Galilei erfolgte, weil Galilei in seiner Schrift die vorherrschende geozentrische Sichtweise von Kollegen und die des Papstes verulkte und als lächerlich kennzeichnete. Galilei behauptete in seiner Schrift, dass sich durch dieses neue Modell, die Planetenbahnen mathematisch exakter bestimmen ließen, unterschlug dabei aber die neuesten Methodiken des geozentrischen Modells. Das neue heliozentrische Modell bot eine einfache Lösung für die Paradoxien, es war zu der Zeit dem Modell von Tycho Brahe aber mathematisch nicht überlegen. Ein Hauptargument gegen das neue heliozentrische Modell war, dass sich die Planetenbahnen mathematisch eben nicht besser als mit dem geozentrischen Modell von Tycho Brahe bestimmen ließen. Es wurde argumentiert, das dieses neue Modell nur auf der Vernunft beruht, sich aber aus der Logik nicht ableiten lässt und die Wirkungen nicht berücksichtigt. Wenn die mathematischen Zusammenhänge der Planetenbahnen das logische System der nur inneren Wirkungen der Erde beweisen, könnten bei einer Wirkung von außen die mathematischen Verhältnisse nicht mehr gleich sein. Bei dieser Sichtweise wurde nicht beachtet, dass dieses System selbstbeweisend ist und sich, bei einer Änderung von Vorzeichen, an den Zusammenhängen nichts ändert. Bei einem Tausch von mathematischen Vorzeichen ändert sich am mathematischen Ergebnis nichts. Bei einer Basiskraft mit einem ungeklärten Vorzeichen kann aus einem Folgeergebnis kein gesichertes Vorzeichen abgeleitet werden. Die Vorzeichen bleiben ungeklärt. Die Ausgangsrichtung einer Basiswirkung kann mathematisch nicht geklärt werden. Durch Kopernikus wurden aus monopolaren inneren Wirkungen der Erde - ohne Kausalität und Raumbezug - wechselseitige Wirkungen auf die Erde. Es änderten sich nur die Vorzeichen der Wirkungen. An den mathematischen Zusammenhängen änderte sich (fast) nichts, es änderten sich nur alle Erklärungen für die Zusammenhänge. Kopernikus zeigt auf, dass die Grenzen der Kausalität und das Vorstellungs­modell (des Raumes) nicht zu trennen sind. Beides bestimmt sich gegenseitig. Die Erfassung des Raumes durch Kopernikus ließ eine wechselbare Perspektive, auch für die Kausalität, zu. Die logisch kausale Basis verschob sich. Die fortlaufende Entwicklung und Entstehung der Erde ließ sich kausal erklären. Die Erde musste nicht mehr aus dem göttlichen „Nichts“ entstehen. Kopernikus zeigt auch auf, dass sich eine kausale Basisannahme nicht ohne Zerstörung des bestehenden logischen Vorstellungsmodells ändern lässt. Es war ein gewaltiges Umdenken des gesamten Vorstellungsmodells und der Wirklichkeit nötig. Nicht die Verfeinerung der logischen Schlüsse des bestehenden logisch kausalen Systems mit Hilfe der Mathematik, sondern die Auflösung von Paradoxien und eine verbesserte Sensorik für die Raumerfassung führte zu einer neuen und erweiterten logischen Basis mit geänderter Kausalkette. Sensorik, Raumvorstellung, möglicher Perspektivenwechsel und logisch kausale Basis der Kausalkette sind nicht zu trennen.

4 Raumvorstellung und kausaler Raum - als kausale Basis der Wirklichkeit

Dass die Raumvorstellungund die kausale Wirklichkeit untrennbar sind, verdeutlicht Einstein:
- Es hat schweren Ringens bedurft, um zu dem für die theoretische Entwicklung unentbehrlichen Begriff des selbständigen und absoluten Raumes zu gelangen. Und es hat nicht geringerer Anstrengung bedurft, um diesen Begriff nachträglich wieder zu überwinden – ein Prozeß, der wahrscheinlich noch keineswegs beendet ist. -*
*Albert Einstein im Vorwort von - Max Jammer, Das Problem des Raumes. Die Entwicklung der Raumtheorien. S.17, (1954) Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, zweite erweiterte Auflage 1980

Die Definition des Raumbegriffes hat sich im laufe der Geschichte mehrfach geändert. Die Auflösung von Paradoxien durch die kausale Zuordnung von Wirkungen zeigte auf, dass eine Erdscheibe und später, die Erde als Zentrum, nicht der Wirklichkeit entsprach. Beim alten geozentrischen Modell entstand und entwickelte sich die Erde aus einem akausalen „Nichts“. Das gedachte Raummodell und die daraus resultierende logisch kausale Basis bildeten nicht die Wirklichkeit ab. Bei unserem heliozentrischen Modell entsteht und entwickelt sich die Materie wieder aus einem akausalen „Nichts“. Die Empfindung einer unumkehrbaren (zeitlichen) Entwicklungsrichtung und die Entstehung lassen sich nicht kausal zuordnen. Auch die Ursache der Gravitation findet keine kausale Zuordnung. Nur mit einem passendes Raummodell lassen sich Wirkungen kausal einordnen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, wenn sich Wirkungen nicht kausal einordnen lassen entspricht unsere gedachte Raumvorstellung nicht der kausalen Wirklichkeit. Ohne passendes Raummodell kann eine Wirkung nicht der denkbaren kausalen Wirklichkeit zugeordnet werden und es gibt keine logische Basis für die Wirkung. Die mathematische Beweisführung folgt nur der logischen Basis und wird durch diese eingeschränkt. Bei einer nur mathematischen Beweisführung wird die logisch kausale Basis des vor-gedachten Raummodells und der gedachten Wirklichkeit festgeschrieben. Die kausale Basis und das darauf basierende logisch mathematische System wird selbstbeweisend und verhindert die Bildung eines zur Wirkung passendem kausalen Raummodells. Die Mathematik folgt der logischen Basis und kann nur die Paradoxien der logischen Basis aufzeigen. Paradoxien zeigen auf, dass etwas vor-gedachtes nicht stimmt. Nur die Auflösung von Paradoxien kann die logisch kausale Basis des Raummodells erweitern und zu einem neuen Raummodell führen, nicht die Mathematik selbst.

Bereit das geozentrische Modell zeigte auf: Wenn das gedachte Raummodell nicht stimmt bildet die Mathematik nicht die Wirklichkeit ab. Kopernikus zeigte auf, dass Raumerfassung und Kausalität nicht zu trennen sind. Die Definition des kausalen Raumes bestimmt unsere kausale Wirklichkeit. Damit wird unsere kausale Wirklichkeit abhängig von unserer Sensorik für den Raum. Die Sensorik kann aber nie den Eigenschaftsbereich der eigenen Substanz überschreiten. Unsere Sensorik ist durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt. Für die empfundene Wirkung von Gravitation und Zeit lässt sich keine Ursache kausal zuordnen. Unsere Gravitations- und Zeitempfindung ist akausal. Beides ist nur eine Empfindung. Eine paradoxe Zeitumkehr kann nicht ausgeschlossen werden. Es stellt sich die Frage, ob unser derzeitiges Konstrukt des Raumes die kausale Wirklichkeit erfasst.

5 Gegenwärtige Grenze der denkbaren Kausalität

Nur mathematisch beweisbare Thesen sind gültig. Nur mit der gleichen logisch kausalen Basis sind Thesen mathematisch beweisbar. Etwas mathematisch Bewiesenes werten wir als Wirklichkeit. Damit gehen wir davon aus, dass unsere logisch kausale Basis auch der Wirklichkeit entspricht. Wir haben fast vergessen, dass dies nicht der Fall sein muss. Die kopernikanische Wende ist so lange her, dass wir sie nur für einen einmaligen historischen Zwischenfall halten. Die Lehren daraus sind heute noch gültig. Heute angewendet werden sie aber fast nicht mehr. Aus der kopernikanischen Wende geht z.B. hervor, dass monopolare innere Kräfte keine kausale Ursache zulassen, keinen Bezug zu Kausalität und Raum haben und ein selbstbeweisendes komplexes logisches System bilden können, ohne die Wirklichkeit des kausalen Raumes zu erfassen. Unser physikalisches Zeit- und Raummodell bilden wir trotzdem auf Basis der monopolaren inneren Gravitationskraft. Mit der inneren Anziehungskraft der Materie wird die Materie die Ausgangsbasis von allen Vorstellungen, Wirkungen und Kräften. Alle Folgeüberlegungen bauen darauf auf. Die innere Anziehungskraft der Materie bildet die Ausgangsbasis für die kausale Wirklichkeit und die Ausgangsbasis für die Physik. Der Raum wird ausschließlich aus der Perspektive der Materie bestimmt, es gibt keine wechselbare Perspektive. Jede Wirkung von „außerhalb der Materie“ auf die Materie zerstört die Ausgangsbasis, die nur innere Anziehung. Die logische Ausgangsbasis der inneren Anziehung lässt keine logische Information über eine Ursache außerhalb der Materie zu. Alles außerhalb der Materie ist paradox und akausal. Mit der Interpretation der Gravitation als Anziehung haben wir die logisch kausale Grenze auf innerhalb der Materie festgelegt. Kausale Grenze und Informationsgrenze sind untrennbar. Jede Ursache einer Wirkung muss sich innerhalb der Materieeigenschaften befinden. Der „einfache“ Begriff „Außerhalb der Materie" existiert logisch kausal nicht. Es gibt keinen kausalen Grund, dass sich die Materie fortlaufend nur in einer Richtung entwickelt. Die Empfindung eines unumkehrbaren Zeitflusses hat keine kausale Basis. Die Materie entsteht aus einem paradoxen „Nichts“.

Die Ursache der Gravitation ist ungeklärt. Bei einer Basiskraft mit einem ungeklärten Vorzeichen kann aus einem Folgeergebnis kein gesichertes Vorzeichen abgeleitet werden. Die Vorzeichen bleiben ungeklärt. Die Ausgangsrichtung einer Basiswirkung kann mathematisch nicht geklärt werden. Wir können nicht davon ausgehen, dass ein mathematischer Beweis immer die Wirklichkeit abbildet. Die Mathematik zeigt nur unsere kausal denkbare Wirklichkeit auf. Dabei kann sie nur die logische Basis bestätigen oder Paradoxien aufzeigen. Nicht die Mathematik kann aufzeigen, dass die logisch kausale Basis für die Wirklichkeit nicht stimmt, sondern nur die aufgezeigten Paradoxien. Jedes Paradox stellt die gültige Wirklichkeit infrage. In der Physik gibt es deshalb viele Modelle mit möglichen Paralleluniversen oder Paralleldimensionen. Ein mathematischer Beweis wird wieder für einen so zwingenden Beweis der Wirklichkeit gehalten, dass wir die Möglichkeiten die sich aus dem Paradox ergeben untersuchen und wieder mehrschalige Systeme entwerfen. Wir lösen Paradoxien mit möglicherweise vorhandenen Parallelstrukturen auf, um unsere kausal denkbare Wirklichkeit aufrecht zu erhalten und weiter denkbar zu gestalten - ohne zu beachten, dass ein Paradox grundsätzlich bedeutet, dass eine Ausgangsannahme nicht stimmt. Die kausale Basis für die Wirklichkeit und der Mathematik wird - wie vor Kopernikus - nicht in Frage gestellt.

Obwohl wir seit Kopernikus wissen (könnten), dass mathematische Beweise nur die logisch kausale Basis des Vorstellungsmodells bestätigen können, gehen wir davon aus, dass sie die Wirklichkeit abbilden. Die Mathematik kann nur die vor-gedachten kausalen Grenzen des Raumes abbilden. Paradoxien zeigen auf, dass eine Ausgangsannahme nicht stimmt. Nicht das Paradox muss untersucht und denkbar gestaltet werden, sondern die Ausgangsbasis. Mit der inneren Anziehung als Basisannahme kann nur ein materiezentrisches logisches System entstehen. Akausale Informationen und Paradoxien sind mathematisch nicht weiter verwertbar, sie enthalten aber die wertvolle Information, dass die Basis des Denkmodells nicht stimmt. Ein unumkehrbarer Zeitfluss gilt physikalisch als akausale Information, als eine nur subjektive Empfindung. Ein unumkehrbarer Zeitfluss ist eine Basisempfindung für unsere Wirklichkeit. Es muss die Frage gestellt werden wann und warum eine Information akausal ist und auf welcher kausalen Grenze das Akausale beruht.

Unsere logisch kausale Basis ist auch nach Kopernikus selbstbestimmend geblieben. Am Grundprinzip hat sich nichts geändert. Nur kausales kann logisch gedacht werden und bildet die Wirklichkeit. Das gedachte Modell der Wirklichkeit wiederum bestimmt die Grenze des logisch kausal Denkbaren. Seit Kopernikus wissen wir, dass bei etwas Entstandenem die kausale Grenze nicht innerhalb des Entstandenen ist. Die Entstehung der Erde hat seit der Erfassung des Raumes durch Kopernikus eine kausale Ursache außerhalb der Erde. Mit unserem heliozentrischen Modell haben wir wieder ein Modell mit einer akausalen Entwicklungsrichtung und einer paradoxen Entstehung aus dem „Nichts“. Die Definition der Zeit ist abhängig von der Definition der Kausalität. Seit der Quantentheorie ist die Kausalität aber nicht mehr einheitlich definiert. Die Quantentheorie und die Relativitätstheorie haben eine unterschiedliche logisch kausale Basis. Während der kopernikanischen Wende existierten zwei Modelle mit einer unterschiedlichen logisch kausalen Basis. Nur eine kausale Basis bildete unsere Wirklichkeit des Raumes ab. Die aktuelle Situation ist historisch gesehen gleich. Die bestehende Logik und die Mathematik können nicht zu einen neuen kausalen Modell führen. Beides kann nur die Grenzen eines bestehenden kausalen Modells aufzeigen. Die vom Modell vorgegebene Kausalkette darf nicht kausal überschritten werden. Erst mit der Verschiebung der kausalen Grenze durch Kopernikus war ein „außerhalb“ der Erde logisch denkbar und eine kausale Entwicklung und Entstehung der Erde möglich.

Historisch beruhen unser heliozentrisches Modell und die Relativitätstheorie auf einer immer vorhandenen Materie. Etwas immer Vorhandenes darf keine Information über eine Entstehung besitzen und darf sich nur selbst erklären. Es kann und darf nur ein selbst erklärendes inneres Modell entstehen. Ein Anziehungsmodell besitzt keine kausale Informationen über ein „Außerhalb“ und kann sich nur selbst erklären. Kausale Grenze und Informationsgrenze sind untrennbar. Seit dem Wissen, dass die Materie eine Entstehung hat, ist die bisherige innere kausale Grenze der Materie, als Informationsgrenze, infrage gestellt. Eine kausale Entwicklung und Entstehung ist nur mit einer wechselbaren (Raum) Perspektive möglich. Wir interpretieren die Gravitation als innere Anziehung und Wirkung von einem Mittelpunkt. Es gibt kein hinter einen Mittelpunkt. Ein Mittelpunkt lässt keine kausale Ursache und keine wechselbare Perspektive zu.

Seit Kopernikus wissen wir, dass Kausalität, Raumerfassung, Perspektive und kausale Entwicklung/Entstehung nicht zu trennen sind. Die Raumvorstellung von etwas „Immer Vorhandenen“ ist nicht identisch mit etwas „Entstandenen“. Kausale Grenze, logische Basis und Raumvorstellung sind untrennbar und bestimmen sich gegenseitig. Unsere Raumvorstellung ist, seit dem Wissen, dass die Materie eine Entstehung hat, infrage gestellt. Es stellt sich die Frage, ob es ein logisches kausales Außen geben darf, ohne Modell für ein kausales Außen. Bei unserem heliozentrischen Vorstellungsmodell darf eine Ursache von Wirkungen sich nur innerhalb der Lichtgeschwindigkeit befinden. Bei unserem Vorstellungsmodell der Wirklichkeit sind nur innere Wirkungen der Materie als Erklärung zulässig. Es gibt kein „außerhalb“ der Materie. Es gibt keine Wirkung von „außerhalb der Materie“ auf die Materie.

Die Bewegungs- und Beobachtungsmöglichkeiten der Materie sind durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt. Die Sensorik kann nie den Eigenschaftsbereich der eigenen Substanz überschreiten. Der Rückschluss „Nichts kann schneller als Lichtgeschwindigkeit auf Materie wirken“ ist eine Fortschreibung der Eigenschaften und der Logik über den sensorischen  Wahrnehmungsbereich hinaus und ist nicht sichergestellt. Der Rückschluss beruht auf einer inneren Perspektive. Wir beachten bei dem Rückschluss nicht, dass eine Ursache nicht sensorisch sondern logisch generiert wird. Die Ursache einer wahrgenommenen Veränderung muss sich nicht zwingend im Bereich der Sensorik befinden. Analogie: - Es lässt sich wahrnehmen ob es wärmer und heller wird. Die Kerze muss nicht im Blickfeld sein. Es muss keine Sensorik für die Substanz der Kerze geben. Nur für die Erklärung der Wahrnehmung, für die Ursache, – Kerze an oder aus – muss der Bezugspunkt Kerze innerhalb der Sensorik liegen. Die Wahrnehmung einer Veränderung, einer Aus-Wirkung, ist auch möglich, wenn die Ursache der Wirkung außerhalb des direkten Wahrnehmungsbereiches liegt. -
Mit unserer Sensorik kann die Lichtgeschwindigkeit nicht als maximaler Bezugspunkt für Ursachen von Veränderungen definiert werden. Für die Wahrnehmung von Veränderungen steht uns aber nur die Sensorik zur Verfügung. Die alltägliche Wahrnehmung einer unumkehrbaren Entwicklungsrichtung kann eine Aus-Wirkung sein. Jede Sensorik erfasst nur Aus-Wirkungen, eine Sensorik für Ursachen gibt es nicht. Jede Ursache wird logisch generiert. Mit der inneren Anziehung begrenzen wir die logische Basis auf Materieeigenschaften. Die Lichtgeschwindigkeit wird der universelle, nicht überschreitbare, Maßstab für das Universum. Diese Begrenzung ist aber aus unserer Sensorik nicht ableitbar und unbegründet. Der Maßstab ist nur für „die Materie selbst“ sichergestellt. Es gibt kein Wissen, welche Eigenschaften und Rückwirkungen etwas außerhalb unserer logischen Basis und unseres sensorischen Wahrnehmungsbereiches hat. Nur der Rückschluss, „Etwas“ mit mehr Bewegungsmöglichkeiten hat nicht die Eigenschaften der Materie und kann keine Materie sein, ist zulässig.

Einen laufenden unumkehrbaren Prozess gibt es nur wenn die Eigenschaften der Prozessbeteiligten nicht identisch sind. Die Sensorik kann nie den Eigenschaftsbereich der eigenen Substanz überschreiten. Wenn die Materie an einen laufenden unumkehrbaren Prozess beteiligt ist, darf sich die zweite beteiligte Substanz nicht im (sensorischen) Eigenschaftsbereich der Materie befinden. Wir könnten nur die Auswirkung des Prozesses wahrnehmen. Die Ursache des Prozesses würde sich aber außerhalb unserer sensorischen Möglichkeiten befinden. Ein Nachweis, dass die Materie an einen laufenden Prozess beteiligt ist lässt sich nur logisch kausal führen. Wenn die logisch kausale Basis auf Materieeigenschaften begrenzt wird, ist dieser Nachweis nicht möglich. Eine kausale Basis kann sich bei mathematischen Folgeüberlegungen nur selbst beweisen. Bei einem, auf nur inneren Anziehungskraft basierenden Raummodell ist ein äußerer Bezugspunkt generell ausgeschlossen. Mit einem äußeren Bezugspunkt würde die logische Ausgangsbasis, alle Folgeüberlegungen und das gesamte Vorstellungsmodell ungültig werden. Mit unserem Raummodell darf die Materie nicht an einen laufenden Prozess beteiligt sein, obwohl wir die Zeit als Prozessbegleitend empfinden.

Wir wissen inzwischen, dass der größte Teil des Universums aus einer nicht wahrnehmbaren Substanz besteht. Mit unserem Modell hat diese Substanz die gleiche logisch kausale Grenze wie die Materie. Es gibt keine logische Grundlage, um diesem Teil eigenständige Eigenschaften zuzuordnen. Der Raum wird ausschließlich von den Eigenschaften der Materie gebildet. Ohne ein „außerhalb“ muss die Materie aus „Nichts“ entstehen. Die Informationen über die Entstehung sind akausal und gehen verloren. Ohne ein „außerhalb“ gibt es keinen kausalen Grund, dass die Materie sich nur in einer Richtung entwickelt, ein unumkehrbarer Zeitfluss wird eine akausale Information. Die Definition der Zeit ist abhängig von der Definition der Kausalität. Bei einer Entstehung aus dem „Nichts“ hat eine unumkehrbare Zeit keine logisch kausale Grundlage. Ohne ein existierendes „außerhalb“ ist eine unumkehrbare Entwicklungsrichtung der Materie nur eine akausale subjektive (Zeit-) Empfindung.

Einsteins Formulierung der physikalischen Basisgesetze erfolgte mit dem Modell der immer vorhandenen Materie. Die Erkenntnis, dass Materie eine Entstehung hat kam erst später zustande. Einsteins Formel beweist den engen Zusammenhang von Gravitation, Raum und Zeit. Die Formel beruht auf der Basisannahme der Anziehung, der innere Trägheitskraft. Die Formel selbst beweist den Anziehungsmechanismus nicht. Die Relativitätstheorie ist zeitsymmetrisch. Eine fortlaufende unumkehrbare Entwicklung der Materie in nur einer Richtung ist, bei diesem grundlegenden Basisgesetz des Universums, nicht vorhanden. Alle Vorgänge sind zeitsymmetrisch umkehrbar. Unsere Empfindung eines unumkehrbaren Zeitflusses hat keine logisch kausale Basis. Einsteins erkannte, dass die Empfindung einer unumkehrbaren Entwicklungsrichtung nur eine unbegründete Vorstellung ohne logisch kausale Basis ist und nicht real sein könnte. Zum Zeitpunkt seiner Überlegungen war die Materie, das Universum, auch „immer vorhanden“. Er stellte einen Zeitfluss als Realität in Frage. Mit seinen Folgerungen lässt sich die messbare Zeit mathematisch sehr exakt bestimmen. Seine Formel ist dadurch eine der am besten bewiesenen Formeln, die es gibt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Formel die kausale Wirklichkeit abbildet. Die Zeit wird durch die Formel aber mit einen Verfahren zu ihrer Messung definiert und nicht durch ein kausales Modell.

Erst mit einem kausalen Modell wird eine empfundene Vorstellung zu einer logisch kausal denkbaren Wirklichkeit. Die Zeit wird durch Einstein mathematisch erfassbar, das kausale Modell für die Zeit fehlt aber weiterhin. Ein fortlaufender unumkehrbarer Zeitfluss bleibt weiterhin eine subjektive Empfindung. Mit der Basisannahme der Anziehung bildet die Formel aber nur die kausal denkbare Wirklichkeit unseres Anziehungsmodells ab. Bei einer Anziehung darf es kein äußeren Bezugspunkt für Raum und kausale Entwicklung geben. Die Formel selbst beweist den Anziehungsmechanismus nicht. Die Relativitätstheorie beweist „nur“ den engen Zusammenhang von Gravitations-, Raum- und Zeitvorstellung. Ein enger Zusammenhang kann aber auch bei einem Druckmodell gegeben sein. Einsteins Formel beweist „nur“, dass in unserem Vorstellungsmodell mit den logisch kausalen Grenzen der Anziehung, der Raum von der Masse gekrümmt wird und eine unumkehrbare kausale Entwicklungsrichtung mit einer kausale Entstehung, nicht vorhanden ist. Eine ungerichtete zeitliche Entwicklung mit möglicher Zeitumkehr und eine Entstehung aus dem „Nichts“ sind aber extrem paradox. Paradoxien zeigen grundsätzlich auf, dass eine Basisannahme nicht stimmt.

Die Basisgesetze des Universums sind zeitsymmetrisch. Eine Ausgangsbasis kann sich bei Folgeüberlegungen nur selbst beweisen oder ist ungültig. Die Physik sucht den zwingenden Zeitpfeil - mit dem Basisgesetz. Der Bezugspunkt für die unumkehrbare, gemeinsame (Entwicklungs-) Richtung der Materie wird deshalb innerhalb der Materie gesucht. Nach der mathematischen Mengenlehre kann der Bezugspunkt für eine gemeinsame Richtung einer Menge nicht innerhalb der Menge liegen. Innerhalb eine Menge lässt sich kein Punkt bestimmen der nur eine Bezugsrichtung zum Rest der Menge hat. Jede Ursache einer gemeinsamen Richtung kann sich nur außerhalb der Menge befinden. Die Suche nach einem zwingenden Zeitpfeil innerhalb der Materie ist paradox und sinnlos. Etwas zwingendes benötigt eine Ursache. Ein Bezugspunkt innerhalb der Materie kann nur aufzeigen, dass diese Wirkungsrichtung (wie bei der Zeigerstellung auf der Oberfläche einer Uhr, als nur beobachtete Veränderung) existiert - aber nicht die zwingende Ursache der Wirkungsrichtung (das Uhrwerk für die Zeigerstellung). Die Mengenlehre ist ein vollwertiger Teil der Mathematik. Wenn wir die unumkehrbare gemeinsame Entwicklung der Materie (einen zwingenden Zeitpfeil) als Wirklichkeit werten beweist die mathematische Mengenlehre, dass unsere Raummodell der nur inneren Kräfte der Materie - als Ausgangsbasis der Basisgesetze - nicht stimmt.

Einstein erkannte, dass eine unumkehrbare Entwicklungsrichtung keine logische kausale Basis hat und stellte einen Zeitfluss als Realität in Frage. Umgekehrt gedacht, stellt sich die Frage warum unser Modell der Wirklichkeit keine kausale Basis für eine unumkehrbare Entwicklungsrichtung hat. Die Basisformeln der Physik gehen von einer selbstverständlich vorhandenen Anziehung aus. Die nur innere Trägheitskraft der Materie wird die Ausgangsbasis für alle Kräfte. Vorstellbares Entstehungsmodell, fortlaufende Entwicklungsrichtung und maximal logisch denkbare Kausalität sind untrennbar. Unsere Vorstellung von der Gravitation als Anziehung, dem Raum als Perspektive, unumkehrbare Zeit als Empfindung und (kausale) Entstehung stehen in einem engen Zusammenhang. Die Veränderung eines Faktors verändert alle anderen Faktoren. Eine kausale Erklärung für die Entstehung und die Zeitempfindung ist nur mit allen Faktoren zusammen lösbar. Es stellt sich die Frage, ob es ein außerhalb der Materieeigenschaften, nur auf Grund eines vorgegebenen selbstbeweisenden Vorstellungsmodells, nicht geben darf. Das Kausalgesetz ist unsere logische Basis. Es stellt sich die Frage nach der Gültigkeit unseres Kausalgesetzes und welchen kausalen Raum wir, mit der Basisannahme der inneren Anziehungskraft, erfassen können.

6 Kausale Basisannahmen der Wirklichkeit

Die innere Anziehung und eine unumkehrbare zeitliche Entwicklung sind selbstverständliche Empfindungen unserer Wirklichkeit. Die Ursache der Gravitation ist unbekannt. Beide Vorstellungen sind Basisannahmen ohne logisch kausale Begründung. Bei einer inneren Anziehung darf es keine Wirkung von „außerhalb der Materie“ auf die Materie geben. Ohne „Außen“ sind nur innere Wirkungen als Erklärung zulässig. Alle Wirkungen können nur als innere Wirkung interpretiert werden. Die Anziehung bildet ein selbstbeweisendes inneres Modell und ist eine selbstbeweisende Empfindung. Ohne ein „Außerhalb“ gibt es keinen kausalen Grund, dass die Materie sich nur in einer Richtung entwickelt, ein unumkehrbarer Zeitfluss wird zu einer subjektiven Empfindung. Ohne ein „Außerhalb“ kann es keine kausale Entwicklungsrichtung und Entstehung der Materie geben. Die Materie muss aus einem paradoxen „Nichts“ entstehen.

Eine unumkehrbare Entwicklungsrichtung benötigt einen kausalen Grund für ihre Unumkehrbarkeit. Ohne ein „außerhalb der Materie“ gibt es keine kausale Ursache, dass sich die Materie nur in einer Richtung entwickelt. Einen unumkehrbaren Zeitfluss gibt es nur mit einem Bezugspunkt „außerhalb“ der Materie. Mit einem „außerhalb“ stimmt aber die Basisannahme der inneren Anziehung nicht mehr. Innere Anziehung und unumkehrbare zeitliche Entwicklung schließen sich einander kausal aus. Nur eine von beiden Basisvorstellungen kann die kausale Ausgangsbasis der Wirklichkeit bilden, auf der alle Folgeüberlegungen aufbauen. Wir haben uns für die innere Anziehung als kausale Basis für die Wirklichkeit entschieden. Eine logisch kausale Basis lässt bei Folgeüberlegungen keine wechselbare Perspektive für eine alternative Ausgangsbasis zu, sonst wäre sie keine Basis. Eine logische Ausgangsbasis kann sich nur selbst beweisen oder Paradoxien aufzeigen. Unser Vorstellungsmodell lässt nur innere Eigenschaften der Materie als Erklärung für die Wirklichkeit zu.

Wir empfinden die Gravitation als innere Kraftwirkung. Eine empfundene Ausgangsbasis beruht aber auf einer Perspektive und ist nicht zwingend richtig. Bei einer Wirkung ohne bekannten Wirkungsmechanismus und ohne möglichen Wechsel der Perspektive, ist die Ausgangsbasis der Wirkung nur eine unbewiesene Interpretation.
--- Analogie: Wir empfinden Wind als äußeren Druck. Für einen Gegenstand in einem Windkanal ist es egal, ob die Luft von einer Seite angesaugt oder von der anderen Seite gepustet wird, die Wirkung bleibt gleich. Wenn der Wirkungsmechanismus nicht bekannt ist, ist beides möglich. Für den Gegenstand ändert sich nichts. Ob die Luft von einer Seite von innen angesaugt wird, oder von der anderen Seite ausgeblasen wird und drückt, ist eine Empfindung der Perspektive. Physikalisch ist das irrelevant, mathematisch ändert sich nichts. ---

Fast alle Kräfte haben eine Ursache und sind bipolar. Wir sind daran gewöhnt, dass sich die Vorzeichen tauschen lassen, ohne dass sich am Vorstellungsmodell etwas ändert. Ein Wechseln der Vorzeichen ist bei bipolaren Kräften eine Sache der (vorhandenen) Perspektive und ändert am Ergebnis nichts. Die Gravitation ist aber monopolar, ein Gegenpol und eine wechselbare Perspektive ist nicht vorhanden. Wir definieren die Gravitationswirkung nur aus der Perspektive der Materie. Seit langer Zeit bilden wir unser Vorstellungsmodell auf der Basisannahme der monopolaren inneren Anziehungskraft. Alle Folgeüberlegungen bauen darauf auf und bilden ein sehr komplexes Erklärungsmodell. Kopernikus zeigt auf, dass sich eine kausale Basisannahme nicht ohne Zerstörung des bestehenden logischen Vorstellungsmodells ändern lässt. Bei einer Änderung einer kausalen Basisannahme verlieren Folgeüberlegungen ihre Gültigkeit. Bei einem Anziehungsmodell ist z.B. die innere Trägheitskraft der Materie die Ausgangsbasis für alle Kräfte. Bei einem Druckmodell ändert sich die logisch kausale Basis, die bisherige innere kausale Grenze als Ausgangsbasis für Kräfte ist nicht mehr vorhanden. Gravitationskraft und kinetische Energie haben bei einem Druckmodell ihren Bezugspunkt nicht mehr innerhalb der Materie. Die Trägheitskraft wird bipolar und ist dann keine (nur) innere Kraft. Die Lichtgeschwindigkeit bleibt die Grenze und der Bezugspunkt für Materie. Die Lichtgeschwindigkeit kann dann aber nicht mehr als eine nur innere Grenze definiert werden. Mathematisch bleibt der Bezugspunkt (fast) gleich. Die Raumvorstellung ändert sich, der Raum wird nicht mehr nur von der Materie bestimmt. Alle Erklärungen sind in Frage gestellt.

Eine kausale Basisannahme lässt sich nicht ändern ohne ein gewaltiges Umdenken des gesamten Vorstellungsmodells und der Wirklichkeit. Wenn wir die unumkehrbare Zeit als Wirklichkeit werten, ist dies leider unvermeidbar, aber historisch durch Kopernikus - nicht ohne Beispiel. Wir gehen davon aus, dass ein mathematischer Beweis die Wirklichkeit des Raume abbildet und dass bei einer Änderung dieses Bildes die mathematischen Zusammenhänge nicht mehr gleich sein können. Das historische Beispiel der kopernikanischen Wende zeigt auf, dass dies nicht der Fall sein muss. Mathematische Beweise bilden nicht zwingend die Wirklichkeit ab. Die kopernikanische Wende zeigt auf: Wenn die gerichtete Entwicklung und Entstehung keine kausale Erklärung finden und die logische Philosophie Paradoxien aufzeigt und geändert werden muss, sich mathematisch aber (fast) nichts verändern darf, sind kausale Erklärungen möglich bei einem Tausch der Vorzeichen von monopolaren Kräften. Bei der Umwandlung in „normale“ bipolare Kräfte, mit wechselbarer Perspektive. Einsteins Formel beweist den engen Zusammenhang von Gravitation, Raum und Zeit. Ein enger Zusammenhang kann aber auch bei einem Druckmodell gegeben sein. Die Gravitationskraft ist eine monopolare Wirkung. Bei monopolaren Wirkungen ändert sich bei einem Tausch der Vorzeichen an den mathematischen Zusammenhängen (fast) nichts. Es ändern sich nur die Erklärungen für die Zusammenhänge - und das gesamte Vorstellungsmodell der (Raum) Wirklichkeit.

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